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125 Jahre Wyker turnerbund : Sparte ohne Nachwuchs-Sorgen

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Mit 160 Kindern und Jugendlichen zählt die Schwimm-Abteilung des WTB zu den größten des Vereins. Deren Leiterin und Trainerin Elke Petersen würde sich über Unterstützung am Beckenrand freuen.

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erstellt am 14.Okt.2013 | 19:55 Uhr

Mit zehn Kindern und einer wöchentlichen Trainingsstunde habe sie begonnen, berichtet Elke Petersen, Schwimm-Trainerin beim Wyker Turnerbund, als sie Ende der 1980-er Jahre Eva Dittmann nachfolgte. Die hatte die Sparte, die lange Zeit ruhte und heute zu den größten des Vereins zählt, vor 25 Jahren wieder ins Leben gerufen. Mit großer Resonanz, denn anfangs tummelten sich 20 bis 30 Kinder im Wasser.

Aus zehn Kindern wurden über die Jahre 160, von denen 70 – im Alter von sechs bis 18 Jahren – regelmäßig am Training teilnehmen. Klar, dass die einstündige Übungseinheit schon lange nicht mehr genügt. Drei Stunden sind es heute, jeweils donnerstags von 17 bis 20 Uhr. Vor zwei Jahren wurde zudem eine Erwachsenengruppe gegründet, die parallel donnerstags von 19 bis 20 Uhr ihre Bahnen absolviert.

Unterstützung am Beckenrand findet Elke Petersen bei Sabine Jensen, die ebenfalls im Besitz eines Trainerscheins ist, sowie den Trainer-Assistenten Dirk Petersen, Maike Jensen, Mareike Petersen, Anton Wichmann, Yannis Popp, Frederike Petersen, Svenja Popp und Nele Stepokat.

Nachdem vor zwei Jahren der öffentliche Badeverkehr während der Übungsstunden eingestellt wurde und sich der WTB und die gleichzeitig trainierende DLRG die Bahnen teilen, hat sich die Situation merklich entspannt. Zumal seitdem die Möglichkeit besteht, das Wellenbad auch dienstags zu nutzen, wovon beide Gruppierungen Gebrauch machen. Dennoch sieht Elke Petersen Probleme, die allerdings mehr am Beckenrand zu finden sind. Denn die – angesichts der hohen Kinderzahl unverzichtbaren – jugendlichen Trainer-Assistenten gehen allesamt noch zur Schule, und deren Stundenplan und Nachmittags-Unterricht kollidiert teilweise mit den Übungszeiten.

An Wettkämpfen nimmt die Sparte nicht teil. Die Trainingsbedingungen sind aufgrund des nicht genormten Beckens schwierig und die Fluktuation ist zu groß. Bereits 18-Jährige gibt es nur wenige im Verein, denn die Jugendlichen zieht es nach dem Abschluss der Schule aus den unterschiedlichsten Gründen auf das Festland. Ein weiterer Grund ist, dass Elke Petersen beruflich eingespannt ist und regelmäßige Fahrten zu Wettkämpfen nicht realisieren könnte.

Eine Ausnahme bildet die jährliche Teilnahme an einer von der DLRG in Stadum organisierten Veranstaltung. Mit rückläufiger Resonanz, wie die Trainerin bedauert: „Früher sind wir mit 25 Teilnehmern nach Stadum gefahren, heute ist es nur noch die Hälfte“. Dabei hat es das Wochenende in sich. Gezeltet wird, und die Akteure messen sich in den unterschiedlichen Schwimmstilen und im Retten. Darüber hinaus können die Größeren (ab zwölf Jahre) an einem Wasserballturnier und einem Dreikampf teilnehmen. Letzterer setzt sich aus 500 Metern Schwimmen, einem Zwei-Kilometer-Lauf und zehn Schuss aus einem Luftgewehr zusammen.

Bis zu sieben Vereine werden eingeladen, die einen Pokal (Wasserball) oder Medaillen (Schwimmen) gewinnen können. Seit zwölf Jahren sind die Föhrer dabei, die sich in dieser Zeit viele erste Plätze erschwommen und Medaillen gesammelt haben. Bemerkenswert: In den vergangenen sieben Jahren konnten sie ununterbrochen den Wanderpokal im Wasserballturnier gewinnen.

Neben den jährlichen Weihnachtsfeiern ein Highlight in jedem Jahr, resümiert Elke Petersen. Die sich gern an ein ganz besonderes Ereignis vor einigen Jahren erinnert. Da hatte die Spartenleiterin mit den älteren Kindern die Wasserski-Anlage in Schleswig besucht. Ein Super-Spaß sei das gewesen, und kein leichter: „Wir haben die meiste Zeit damit verbracht, zum Startpunkt zurück zu laufen“.

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