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Vortragsreihe über Franz Schubert : Spannender Exkurs über einen vielseitigen Künstler

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Seit 2005 bietet die Föhrer Volkshochschule Veranstaltungen mit Martin Bruchwitz an. Der Wyker Kantor stellt klassische Musik und ihre Komponisten vor.

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erstellt am 16.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Seit 2005 bietet Martin Bruchwitz Vortragsreihen zu klassischer Musik und ihren Komponisten unter dem Dach der Föhrer Volkshochschule an. Nach Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann war es in diesem Jahr der österreichische Komponist Franz Schubert, dem der Kantor der Gemeinde St. Nicolai vier Abende gewidmet hatte.

Ein spannender Exkurs über einen vielseitigen Künstler. Denn Schubert war ein komplexer Musiker, zu dessen Werk große Klaviersonaten und Sinfonien ebenso gehören wie Märsche und Tänze. Zudem stammen rund 600 Lieder aus der Feder des Meisters und auch die Unterhaltungsmusik bereicherte der gebürtige Wiener.

Es sei nicht zu erwarten, dass bei einem solchen Thema die Massen strömen, kommentierte Martin Bruchwitz am Ende die überschaubare Zahl der Besucher, insbesondere nicht auf Föhr, in einer Zeit, in der wenige Gäste auf der Insel seien. Entmutigen lässt sich der Kantor auch von einer kleinen Runde nicht, der unverdrossen sein Ziel verfolgt: „Ich möchte Menschen, die eigentlich keinen Zugang zur klassischen Musik haben, mit Komponisten und deren Werken bekannt machen“. Und dafür biete die Volkshochschule den geeigneten Rahmen.

Einziger Wermutstropfen für den Referenten: Er gab sein Wissen im Musikraum der Eilun-Feer-Skuul überwiegend an ältere Zuhörer weiter. Aus Sicht des Musikers ernüchternd, so Bruchwitz, aber ein allgemein festzustellender Trend, der der klassischen Musik schade.

Bestnoten bekam das Publikum, das maßgeblich an dem Erfolg der interaktiven Veranstaltungen beteiligt war. So wechselten sich Hörgenuss und anschließender Austausch ab, der vor allem den Abschlussabend der Vortragsreihe prägte. „Die schöne Müllerin“ hatte Martin Bruchwitz in der Tenor-Version von Fritz Wunderlich und der Bariton-Variante von Dietrich Fischer-Dieskau präsentiert und den Zuhörern bot sich die Möglichkeit des direkten Vergleichs. Eine Punktlandung für den Wyker Kantor, denn subjektive Eindrücke und Gefühle sowie das eigene Hörerlebnis und anschließende rege Diskussionen machten aus seinem Vortrag einen lebendigen Abend.

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