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gemeinschaftsaktion : Solidarbeitrag für die ganze Insel

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Einheimische, Zweitwohnungsbesitzer und Gäste machten sich inselweit auf den Weg, um auch in diesem Jahr angeschwemmtes Strandgut an Amrums Stränden und auf der Insel achtlos weggeworfenen Müll einzusammeln.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 20:30 Uhr

Einheimische, Zweitwohnungsbesitzer und Gäste machten sich inselweit auf den Weg, um auch in diesem Jahr dem angeschwemmten Strandgut an Amrums Stränden und auf der Insel achtlos weggeworfenen Müll einzusammeln. Die Teilnehmer waren der freundlichen Einladung der Amrumer Gemeinden zur inselweiten Strandreinigung gefolgt. Sie erbrachten damit einen bemerkenswerten Solidarbeitrag und trugen dazu bei, dass die einmalige Natur der Insel sich auch in der nahenden Saison von ihrer saubersten und damit schönsten Seite zeigt.

„Wir hatten wieder eine tolle Beteiligung. Viele Trupps, von denen auch einige in der Feldmark unterwegs waren, machten sich bei bester Stimmung und herrlichem Wetter auf den Weg“, freute sich Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier, der seine Zufriedenheit mit den Verantwortlichen in Norddorf und Wittdün teilte. „Die Sammler in Steenodde hatten morgens zwar noch leicht diesiges Wetter, das aber der guten Laune und dem Arbeitseifer keinen Abbruch tat“, so Dell-Missier.

Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus lobte nach der eigenen Sammelaktion im Ort, dass das Gesamtbild schon zu Beginn der Reinigungsaktion dank der aufmerksamen Mitarbeiter des Wittdüner Bauhofs, die während ihrer täglichen Arbeiten bereits Materialien einsammeln, ordentlich war. „Ich bin heilfroh, dass uns die Verunreinung durch Paraffin, dass erst kürzlich auf Sylt in großen Mengen angespült wurde, erspart geblieben ist“, so Jungclaus. Schön, dass auch wieder viele Kinder mit am Start waren und jeden noch so kleinen Müllschnipsel entdeckten. Von der Kinderfachklinik Satteldüne nahm gleich eine ganze Kindergruppe an der Sammelaktion teil.

Die angetriebene Nordseefracht, die von den Orkanen „Christian“ und „Xaver“ auch weit bis in die Dünen getrieben worden waren, war vielfältig. Hauptsächlich wurden Kunststoffe, Netze, Taue, Flaschen, Möbelteile und Holz eingesammelt. „Wir haben sogar einen Feuerlöscher aus England gefunden, und Strandkorbteile, die nicht von Amrumer Strandkörben stammten, gehörten ebenfalls zu den Fundstücken“, berichtete Norddorfs Gemeindevertreter Gunnar Hesse. Im Bereich des zugeschütteten ehemaligen Außenbeckens des Dünenbades wurde auch gleich klar Schiff gemacht. „Der Sichtschutzzaun ist nun abgebaut und die Fläche stellt sich für die kommende Saison aufgeräumt dar“, fügt Hesse an.

In allen drei Gemeinden fanden sich während der Strandreinigung spontan Strandspaziergänger ein, die sich an der Aktion beteiligten und mitsammelten. Den Tüchtigen blieben auch Kleinteile wie Scherben und Metalle, die teilweise bereits versandet waren, nicht verborgen. Gebückt wurde sich nach allem, was nicht auf den Strand gehörte. „Die Müllmengen waren im Vergleich zu den Vorjahren in allen drei Orten geringer“, resümierte Bernd Dell-Missier.

Neben den Gemeindefahrzeugen brachten auch in diesem Jahr wieder Helfer ihren privaten Fuhrpark ein und vereinfachten so das Zusammentragen der Fundstücke. „Ohne die unser großes Gebiet nicht zu bewältigen wäre“, betonte Nebels Bürgermeister. Bei den abschließenden Imbissen wurde jeweils in gemütlicher Runde geklönt.

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