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ernstfall geprobt : Sirenen schrecken Anwohner auf

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

„Brand in einem Doppelhaus, starke Rauchentwicklung, mehrere Personen vermisst“, so lautete die Gefahrenlage bei einer Übung der Freiwilligen Feuerwehren Midlum, Oevenum und Wrixum.

„Brand in einem Doppelhaus, starke Rauchentwicklung, mehrere Personen vermisst“, so lautete die Gefahrenlage bei einer Übung der Freiwilligen Feuerwehren Midlum, Oevenum und Wrixum. Die Alarmierung sollte still über die Melder geschehen, doch die Leitstelle löste auch die Oevenumer Sirene aus, so dass viele Dorfbewohner aufgeschreckt aus den Fenstern schauten, als drei Feuerlöschzüge in der Buurnstrat hielten.

Dieses Mal waren die Oevenumer die „Gastgeber“, die in einem Neubau das passende Szenario mit viel Nebel, zwei Dummies und zwei freiwilligen „Verletzten“ vorbereitet hatten. Wehrführer Timo Paulsen leitete die Übung vom Einsatzleitwagen aus und seine Wehrführerkollegen Stefan Hansen und Thies Krüger dirigierten ihre Mannschaft in die jeweils zugewiesene Haushälfte. Parallel zur Erkundung der Lage wurde die Wasserversorgung bis zum Einsatzort aufgebaut und die Atemschutzgeräteträger machten sich fertig zum Einsatz – immer zu zweit und auch nur dann, wenn ein zweiköpfiger Sicherungstrupp zur Verfügung stand. Bei der Suche nach den vermissten Personen kam auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz, die sowohl mögliche Brandnester als auch Personen durch feinste Temperaturunterschiede aufspüren kann.

Alle Hände voll zu tun hatte Gruppenführer Frank Brodersen an der Überwachungsstation für die zahlreichen Atemschutzgeräteträger. Aus Sicherheitsgründen wird die Einsatzdauer eines jeden Atemschützers gestoppt und dieser vor Erreichen eines Wertes per Funk informiert, damit er den Rückweg antreten kann. Daneben verrät ein lautes Pfeifen dem Feuerwehrmann, dass sich die Atemluft in seiner Flasche dem Ende neigt.

Am Ende der Übung wurde noch gemeinsam gegrillt und die drei Wehrführer besprachen in aller Offenheit, wie die Übung verlaufen war. Dabei waren sie sich einig, dass die Atemschutzüberwachung bei zwei separaten Brandabschnitten besser durch zwei Personen sichergestellt werden könne, die Sicherheit der freiwilligen Feuerwehrleute habe schließlich Vorrang. Ansonsten hatten die Wehrführer wieder einige Stärken und Schwächen erkannt, was ja auch Sinn und Zweck der Übung war.

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erstellt am 09.Mai.2014 | 12:43 Uhr

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