märchenhafte vorstellung : Sieben Streiche auf der Bühne

sax und moritz 04

Schleswig-Holstein Musik Festival: Das Deutsche-Saxophon-Ensemble überzeugte mit einer musikalischen Version eines Märchens von Wilhelm Busch

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22. August 2013, 18:25 Uhr

Ein Quartett aus vier Saxophonen an sich ist schon eine Besonderheit. Die Vertonung von „Max und Moritz“, einer der bekanntesten deutschen Kindergeschichten, ebenfalls. Beides konnten die Besucher des Familienkonzerts „Sax & Moritz“ im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals erleben.

Angereist war mit Nicole Schillings (Sopran), Monika Leufgen (Alt), Michael Ruf (Tenor) und Katharina Stashik (Bariton) das Deutsche-Saxophon-Ensemble. Bereits seit mehr als zehn Jahren spielen die Musiker im Quartett, abseits von Jazz und Unterhaltungsmusik, Bearbeitungen großer klassischer und zeitgenössischer Komponisten.

Mit der Auftragskomposition von Guido Rennert zur Vertonung des Märchen von Wilhelm Busch ging man neue Wege. In Anlehnung an Sergei Prokofjews „Peter und der Wolf“ entstand ein musikalisches Märchen, das versucht, Kindern spielerisch die Klangwelt der Saxophone näher zu bringen.

Zu Beginn fabulierte Michael Ruf unterhaltsam, wie sich der Erfinder des Saxophons, der Belgier Adolphe Sax, und Wilhelm Busch hätten begegnen können. „Da dies aber nie stattfand, gibt es nun erst 150 Jahre später eine Begegnung der musikalischer Art“, leitete Ruf zum musikalischen Teil über. In dem der Opernsänger und Solist Timothy Sharp gemeinsam mit dem Ensemble die sieben Streiche im Stil eines klassischen Liedes vortrug. Die Saxophone unterstützten dabei mit ihrer unterschiedlichen Klangcharakteristik die Handlung: das hohe Sopransaxophon etwa stellte die aufgeregten Hühner dar, das tiefe Baritonsaxophon den brummigen Onkel.

Den Zuschauern im Kurgartensaal bot sich ein außergewöhnliches Projekt mit hochkarätigen Musikern, die die Geschichte anspruchsvoll und puristisch umsetzten. Der Beifall am Ende zeigte, dass der Großteil des Publikums von dem Dargebotenen beeindruckt war.

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