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Föhr und Amrum : Sicheres Baden an den Insel-Stränden

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Mitglieder der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft leisten Jahr für Jahr einen wichtigen Dienst.

Sommer, Sonne und Meer machen in der Urlaubszeit Lust auf einen Strandbesuch mit einem erfrischenden Bad in den Nordseefluten. Dabei wachen die Mitglieder der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) in den bewachten Bereichen über das Badevergnügen der vielen Urlauber an den Föhrer und Amrumer Stränden.

Während die Organisation und Zuständigkeit auf Föhr unterschiedlich geregelt ist (in Wyk der Hafenbetrieb, in Utersum und Nieblum der jeweilige Bürgermeister), liegt sie auf Amrum in der Verantwortung der Amrum-Touristik. In Norddorf, Nebel und Wittdün sind die Rettungsstationen von Mai bis September und in Nieblum von Juni bis September von Mitgliedern der DLRG besetzt. Auch in Wyk und Utersum beginnt die Lebensretter-Saison im Juni, die hier allerdings bereits im August endet.

Dramatische Einsätze oder tödliche Unfälle habe es in diesem Jahr nicht gegeben, betont Brar Nissen, Vorsitzender der Föhrer DLRG-Ortsgruppe. Deren Arbeit wie die der Amrumer Kollegen hohe Anerkennung genießt, denn aus Erfahrungen der letzten Jahre wissen die Insulaner, wie wichtig die Vorhaltung der Badesicherheit insbesondere auch auf dem weitläufigen Kniepsand Amrums ist. Dabei reicht die Palette von Schnittwunden über Schwächeanfälle, Sonnenstiche und Herzinfarkte bis zu sich überschätzenden Schwimmern und verloren gegangenen Kindern.

Wie bei einem Besuch der Rettungsstation in Norddorf erlebt, liegt speziell bei den Jüngsten ein hoher Stellenwert in der „psychologischen“ Betreuung. So wurde gerade ein Mädchen mit einer Wunde am Fuß von ihrem Vater zur Rettungsstation getragen. Auf der Pritsche begutachteten die Rettungsschwimmer die Wunde und konnten nach dem Abspülen mit keimfreien Wasser noch ein Bruchstück des Übeltäters, eine zerbrochene Muschel, entfernen. Ein großes Pflaster und aufmunternde Worte vertrieben die Krokodilstränen und brachten bei der jungen Urlauberin das Lächeln zurück.

„Das Betüddeln zeigt meistens schon große Wirkung und unsere Befugnis bei der Erstversorgung endet ohnehin ganz schnell“, erklärt Theresa Dentschmann vom Team. So ist etwa das Desinfizieren einer Wunde schon untersagt. Zu groß ist die Gefahr, dass es Unverträglichkeiten geben könnte und eine allergische Reaktion auftritt. „Hier rufen wir notfalls einen Arzt hinzu beziehungsweise empfehlen einen Besuch in der Sprechstunde“, erklärt die 21-Jährige. Im nächsten Jahr wird sie bei der Bundeswehr eine Ausbildung im Notfallsanitätsdienst beginnen.

Für Amrums Tourismuschef Frank Timpe gilt es, für die bewährte Badesicherheit an Amrums Stränden die Voraussetzungen zu schaffen und Ausrüstung sowie Unterkünfte für die Rettungsschwimmer zur Verfügung zu stellen. Durch die zentrale Organisation und Zusammenarbeit der Rettungsteams können etwaige Personalengpässe durch Krankheit oder Wachwechsel kompensiert oder kurzfristig überbrückt werden.

Denn der Job an den Stränden ist in den Ferien begehrt und deshalb ein Selbstläufer, in der übrigen Zeit gestaltet sich die Suche als schwierig, berichtet Brar Nissen. Dies gelte auf Föhr vor allem für Wyk, wo mit 17 Rettungsschwimmern eine große Mannschaft über die Sicherheit wacht, die im kommenden Jahr auf 19 Wachleute aufgestockt werden soll.

„Wir haben speziell in der Vor- und Nachsaison Engpässe bei der Verpflichtung von Rettungsschwimmern zu verzeichnen“, kennt auch Frank Timpe die Situation. Die Weite des Kniepsands locke tausende Gäste an, und „für uns ist es ein besonderer Anspruch, an den bewachten Strandabschnitten während der Saison für die Sicherheit der Badenden zu sorgen“, betont der Tourismuschef und wirbt bereits für die Saison 2016 um Rettungsschwimmer.

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