zur Navigation springen

Nieblumstieg : Sicher über die L 214 kommen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Wyker und Wrixumer Politiker diskutieren über den geeigneten Standort für eine Querungshilfe. Das letzte Wort hat die Verkehrsschau im Sommer.

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 12:15 Uhr

Fußgänger, die den Nieblumstieg in Höhe der Kreuzung Fehrstieg/Kirchweg überqueren wollen, benötigen gute Nerven. Denn viele Autos, die aus Richtung Nieblum kommen, rasen im Tiefflug auf die Kreuzung zu. Die sicherer zu machen, ist schon lange ein Anliegen der Wyker Politiker. Inzwischen hatte die für die Landesstraße 214 (Nieblumstieg) zuständige Straßenverkehrsbehörde einer Verkehrsinsel als Querungshilfe zugestimmt. Doch nun wurde im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen das Thema erneut diskutiert – mit dem Ergebnis, dass der Standort für die seit Jahren gewünschte Verkehrsinsel nun doch ein anderer sein soll. Sie wird wohl ein Stück nach Osten verlegt.

Das hat seinen Grund. Denn inzwischen hat sich an der Situation in diesem Bereich der L214 einiges geändert. Die Landesstraße wird nicht mehr nur von Fußgängern, die vom Fehrstieg zu Kirche und Friedhof wollen, überquert. Vor kurzem wurde ein Fußweg vom neuen Wyker Baugebiet zum Nieblumstieg angelegt – schräg gegenüber der Bushaltestelle, in deren Bereich ebenfalls viele Fußgänger die Straßenseite wechseln. Und Kinder aus dem Wrixumer Baugebiet Bi de Kark müssen die Landesstraße auf ihrem Schulweg kreuzen und laufen, wie die in der Wyker Sitzung anwesende Wrixumer Bürgermeisterin Heidi Braun bemerkte, ganz gewiss nicht die paar Meter in Richtung Nieblum, um dort eine Verkehrsinsel zu nutzen, wenn ihr Weg eigentlich in die entgegengesetzte Richtung führt. Braun, zu deren Gemeindegebiet auch ein Teil des Fehrstiegs gehört, empfahl den Wykern deshalb dringend, den Standort für die Querungshilfe noch einmal zu überdenken.

Wrixumer Bürger wären neben denen der Stadt Wyk Nutznießer einer Verkehrsinsel, dennoch habe, wie Bauamtsleiter Ulrich Schmidt den Ausschussmitgliedern berichtete, die Nachbargemeinde eine Kostenbeteiligung abgelehnt. Mit Vorschlägen, wo eine Verkehrsinsel günstiger platziert wäre, hielten die Wrixumer dagegen nicht hinter dem Berg. „Wir haben uns vier Jahre Gedanken gemacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass eine Verkehrsinsel ein Stück östlich vom jetzt geplanten Standort besser angenommen würde“, so Braun, die dabei auch die Bewohner des Altenheims am Rebbelstieg im Blick hatte, die noch so gut zu Fuß sind, dass sie mit ihren Rollatoren zum Friedhof gehen können, aber sicher nicht einen Umweg bis zum Fehrstieg laufen würden. Auch diesen Senioren sei mit einer Verkehrsinsel in Höhe der Bushaltestelle geholfen, glaubt Braun, deren Argumente bei den Wyker Ausschussmitgliedern auf fruchtbbaren Boden fielen. „Fußgänger gehen keinen Umweg“, waren sich Volker Stoffel (Kommunale Gemeinschaft) und Vertreter der SPD einig, dass der Vorschlag der Wrixumer Bürgermeisterin Sinn mache. Im Prinzip sah das auch Till Müller von den Wyker Grünen so, er gab aber zu bedenken, dass die Bremswirkung auf heranrasende Autos verpuffe, wenn die Verkehrsinsel erst hinter dem Ortsschild stehe. „Ideal wären zwei Querungshilfen oder wenigstens eine Fahrbahnverengung am Ortseingang“, meinte er. „Eine Verengung ist günstiger und bremst besser“, berichtete Heidi Braun von positiven Erfahrungen im Bereich der Wrixumer Bushaltestelle.

Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen (CDU) plädierte dafür, jetzt keine Kosten zu produzieren, sondern das Thema in die Verkehrsschau einzubringen, die im Sommer stattfindet. „Wir können dann das machen, was genehmigungsfähig ist“, meinte er. Dem folgte der Ausschuss einstimmig.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen