Auf Föhr: : Senioren bleiben am Ball

Vertreten die Belange der älteren Generation: Margrit Christiansen, Dagmar Oldsen und Karin Petersen (v. re.).
Vertreten die Belange der älteren Generation: Margrit Christiansen, Dagmar Oldsen und Karin Petersen (v. re.).

Fitness-Parcours beim Veranstaltungszentrum steht oben auf der Wunschliste – Beirat informiert über seine Arbeit.

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12. Dezember 2017, 13:30 Uhr

Die Interessen der älteren Menschen zu vertreten, ist die Aufgabe des Wyker Seniorenbeirates. Um deren Belange noch detaillierter zu erfahren und um über die Aktivitäten in der vergangenen Zeit zu informieren, lädt der Beirat regelmäßig im Dezember zu einem Nachmittag bei Kaffee und Kuchen in die Amtsverwaltung in Wyk ein. In diesem Jahr konnten Margrit Christiansen, Karin Petersen und Dagmar Oldsen allerdings weniger Gäste begrüßen, als sie es aus den vergangenen Jahren gewohnt waren. Willkommen hieß Christiansen auch Eva-Maria Findeisen, die Vorsitzende der „Brücke“, die über die Entstehung und Entwicklung dieser Vereinigung und über deren verschiedene Selbsthilfegruppen informierte. Besonders am Herzen liegt Findeisen dabei die Suchtprävention und -beratung, wozu auch Präventionsunterricht in allen Schulen auf Föhr und Amrum ab der fünften Klasse gehört.

Die drei Mitglieder des Seniorenbeirates besuchen, wie Margrit Christiansen informierte, regelmäßig die Sitzungen der städtischen Gremien, um dort, wenn nötig, die spezifischen Bedürfnisse der älteren Wyker zur Sprache zu bringen. Auch bietet der Beirat an jedem zweiten Mittwoch eines Monats eine Sprechstunde im Amtsgebäude an. „Offensichtlich sind alle Senioren zufrieden, denn unser Sprechstunden-Angebot wird praktisch nie genutzt“, so Margrit Christiansen. Doch sie machte deutlich, dass die Älteren durchaus noch Wünsche und Verbesserungsvorschläge haben. So schlug sie vor, den Fußgängerweg entlang der Boldixumer Straße auch für Radfahrer zu öffnen. „Ich habe solch einen Schreck bekommen, als ich neulich beobachtete, wie sich die Radfahrer auf der Straße an den Autos vorbei schlängeln müssen.“

„Es ist zum Glück nur ein Gerücht, dass die Wyker Post geschlossen wird.“ Die Vorsitzende des Seniorenbeirates war aktiv geworden, als ihr Informationen vom bevorstehenden Ende der Post zugetragen wurden und konnte nun ihre Zuhörer beruhigen. Margrit Christiansen kam dann auf ihr ganz spezielles Anliegen, die körperliche Ertüchtigung auch älterer Menschen, zu sprechen. Stolz verwies sie dabei auf den Parcours am Wyker Südstrand, der vor einigen Jahren installiert worden ist. „Ich wünsche mir noch einen kleineren Fitness-Parcours für Senioren hinter dem Veranstaltungszentrum. Wir bleiben in dieser Sache am Ball“, versicherte sie schließlich.

Auch der Wyker Seniorenbeirat unterstützt ausdrücklich das Anliegen des Niebüller Beirates, in dieser Stadt eine Klasse für angehende Altenpflegehelfer einzurichten. Die Räume seien vorhanden und in einem einjährigen Unterricht könnte auch eine Perspektive für Hauptschüler oder auch Flüchtlinge geboten werden, zumal es denkbar sei, deren Ausbildung zum examinierten Altenpfleger zu erweitern.

Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen berichtete kurz von den Beratungen über den Einzug der Kurtaxe. „Ihre Enkel bleiben auch weiterhin kurtaxfrei, wenn sie zu Besuch kommen“, beruhigte Raffelhüschen die älteren Wyker.

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