Föhrer Schauspiel-Truppe : Seit 30 Jahren Weihnachtsmärchen

Der Bankräuber wird von zwei doofen „Politussen“ verhaftet, die kluge Katze schaut weg.
Der Bankräuber wird von zwei doofen „Politussen“ verhaftet, die kluge Katze schaut weg.

Das Theater zwischen Ebbe und Flut begeht in diesem Jahr ein Jubiläum. Das aktuelle Stück hat am 17. Dezember in Nieblum Premiere.

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06. Dezember 2014, 15:30 Uhr

„Wir haben noch nie so viel Spaß bei den Proben für das Weihnachtsmärchen gehabt wie in diesem Jahr“. Das stellt der Wyker Horst Hückstädt fest, und der muss es wirklich wissen. Schließlich ist er ein Mitglied der ersten Stunde beim Föhrer „Theater zwischen Ebbe und Flut“ und war schon vor genau 30 Jahren dabei, als in der Vorweihnachtszeit, damals noch im Hotel „Colosseum“ der „Lebkuchenmann“ aufgeführt wurde. Diesem legendären Spektakel folgten in den Jahren darauf viele weitere Weihnachtsmärchen. Das „Theater zwischen Ebbe und Flut“ entwickelte sich zu einem Ensemble, das – besonders auch mit seinen Aufführungen im Sommer – immer mehr seinem eigenen Anspruch gerecht wurde, nämlich mehr als nur eine Laien-Truppe zu sein, die sich rasch wieder auflöst.

Nun stecken die Akteure des Theaters mitten in den Vorbereitungen für ihr diesjähriges Weihnachtsmärchen. „Tierisch was los!“ ist der Titel des Stückes mit Musik, das auf der Vorlage des Autors Wolfgang Binder beruht. Die Hauptakteure der Geschichte sind dem Märchen der „Bremer Stadtmusikanten“ entliehen, die aufeinander treffen und schließlich auch dazu beitragen, dass zwei Bankräuber gefasst werden. Esel, Hund, Katze und Hahn sind dabei die Schlauen, während die Menschen, mit denen sie es zu tun bekommen, sich ausgesprochen dämlich verhalten. Darin liegt für Holger Hückstädt auch ein besonderer Reiz der Aufführung dieses Stückes, das er bereits im Januar ausgesucht hatte. Er hat auch im Wesentlichen für die Überarbeitung des vorliegenden Textes gesorgt. „Wir haben uns auf diese Weise das Stück nach unseren Bedürfnissen zurecht gefummelt“.

Im Laufe des Jahres konnten sich dann die Akteure, allesamt dem Föhrer Publikum längst ans Herz gewachsen, mit ihren Rollen vertraut machen. Eine Teilnehmerin am Weihnachtsmärchen wird zwar nicht auf der Bühne zu sehen sein, ist aber dennoch von Ausschlag gebender Bedeutung für das Gelingen: Birke Buchhorn-Licht sorgt am Klavier wieder für die musikalische Begleitung, und sie hat dazu auch einen eigenen Song beigesteuert.

Bevor am Mittwoch, 17. Dezember, um 18.30 Uhr im Nieblumer „Haus des Gastes“ die Lichter ausgehen für die Premiere des Märchens „Tierisch was los!“, werden die Schauspieler vom Föhrer „Theater zwischen Ebbe und Flut“ unter der Leitung von Horst Hückstädt in der Wyker evangelischen Kapelle noch einigen „Probenschweiß“ verlieren.

„Wir fühlen uns sehr wohl in Nieblum“, lobt Hückstädt den neuen Spielort, an den sein Theater vor einem Jahr umgezogen ist, „hier freuen sich alle auf uns, und wir bekommen von den Gemeindearbeitern jede benötigte Hilfe und müssen nicht mit den Problemen kämpfen, die uns des öfteren in Wyk begegneten“.

Das diesjährige Föhrer Weihnachtsmärchen wird vom Mittwoch 17. Dezember, bis zum Sonntag, 21. Dezember, täglich ab 18.30 Uhr in Nieblum zu sehen sein. Der Einlass ist bereits ab 18 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf bei „bubu“ am Wyker Sandwall. Für alle, die diesen Termin wieder vergessen, sorgen die Plakate des Theaters für eine Gedächtnisstütze. Entworfen wurden sie von Karin Puce, der Schwester eines der Schauspieler, und von Bernd Stüwe.

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