Kontrolle auf Amrum : Schwere Zeiten für Dauerparker

Dicht an dicht stehen die Autos am Straßenrand.
Dicht an dicht stehen die Autos am Straßenrand.

Wittdün beschließt Überwachung des ruhenden Verkehrs. 2009 hatten sich die damaligen Gemeindevertreter noch gegen eine solche Maßnahme ausgesprochen.

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26. Juni 2015, 09:00 Uhr

Die Gemeindevertretung hat sich in ihrer jüngsten Sitzung zu den notwendigen Schritten durchgerungen, um zukünftig auch in Wittdün den ruhenden Verkehr überwachen zu lassen. Im Jahr 2009 hatten sich die damaligen Gemeindevertreter noch gegen solch eine Kontrolle ausgesprochen und stattdessen Appelle und Informationszettel favorisiert.

Für die jetzige Entscheidung war ausschlaggebend, dass es noch immer unverbesserliche Dauerparker in der Wittdüner Inselstraße gibt, die sich nicht an die maximal zulässige Parkdauer von einer Stunde halten. Wie der stellvertretende Bürgermeister Heiko Müller beschrieb, konnten die Fahrzeughalter, zu denen auch Geschäftsleute der Inselstraße gehören, weder durch Informationszettel noch in persönlichen Gesprächen überzeugt werden, die bestehende Reglung für den ruhenden Verkehr zu beachten.

„Besonders in den Sommermonaten sollten die begrenzt verfügbaren Parkplätze den Kunden zur Verfügung stehen und nicht durch Dauerparker reduziert werden“, so der Tenor in der Gemeindevertretung. Es sei nicht sinnvoll, dass Ehrenrunden gedreht werden müssten, bevor sich eine Parklücke aufzeigt. Dass auch häufig ein Polizeifahrzeug zu den in der Inselstraße „dauergeparkten“ Fahrzeugen gehöre, beklagten die Gemeindevertreter als schlechtes Beispiel.

Keine Mehrheit fand in der Sitzung eine ganzjährige Kontrolle. Lediglich in den Monaten Juni bis September sollen die abgestellten Autos im Gemeindegebiet überwacht werden. Von Gesprächen mit dem Norddorfer Bürgermeister Peter Koßmann berichtete Heiko Müller. Hintergrund sei die Frage gewesen, ob eine stundenweise Beschäftigung des in Norddorf tätigen Kontrolleurs in Wittdün möglich sei. „Leider sieht dieser keine Chance für solch einen Einsatz außerhalb seiner Heimatgemeinde.“

„Wir werden den offiziellen Weg gehen und die Amtsverwaltung beauftragen, die entsprechenden Schritte zu veranlassen“, skizzierte Jungclaus die nächsten Schritte. Dann müsse noch eine Person gefunden werden, die die angestrebte Kontrolle umsetzen werde. Auch eine Kombination der Aufgaben – Kontrolle des ruhenden Verkehrs und Unterstützung bei der Pflege der Außenbereiche in der Gemeinde – sei denkbar.

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