Amts-haushalt föhr und amrum : Schulen verschlingen das meiste Geld

Für Investitionen stehen dem Amt rund 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.
Für Investitionen stehen dem Amt rund 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Einstimmig brachten die Föhrer und Amrumer Politiker den Amts-Etat für 2015 auf den Weg. Die Föhrer und Amrumer Gemeinden müssen tiefer in die Taschen greifen

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05. Dezember 2014, 14:30 Uhr

Gründlich vorberaten in diversen Ausschüssen, war die Verabschiedung des Amts-Etats für 2014 in der Amtsausschuss-Sitzung ein Selbstläufer. Einstimmig brachten die Föhrer und Amrumer Politiker das Zahlenwerk auf den Weg – und das, obwohl alle Kommunen tiefer als im Vorjahr in die Kasse greifen müssen, um ihre gemeinsame Verwaltung zu finanzieren. Die Amtsumlage steigt von 44,95 auf 47,42 Prozent – geschuldet den Föhrer und Amrumer Schulen, die den Amtshaushalt mit rund 2,5 Millionen Euro und damit fast der Hälfte dieser Umlage belasten. Ohne die Schulen, so erfuhren die Politiker, würde die Amtsumlage nur 24 Prozent betragen.

Knapp 5,1 Millionen Euro bekommt das Amt im nächsten Jahr von den Gemeinden, deren Belastung abhängig von der Höhe ihrer Finanzkraft ist. Den größten Batzen zahlt natürlich die größte Kommune – die Stadt Wyk – ein: 2,1 Millionen Euro und damit rund 151 000 Euro mehr als im Vorjahr. Mit knapp 27 000 Euro und damit 3000 mehr als 2014 ist die kleinste Gemeinde, Witsum dabei. Auch das wesentlich größere Nieblum muss nur knapp 3400 Euro mehr berappen, was Norddorfs Bürgermeister Peter Koßmann, der eine Mehrbelastung von 27 000 Euro verkraften muss, verwunderte. „Das liegt daran, dass wir massiv Einwohner verloren haben“, klärte ihn Nieblums Gemeindeoberhaupt Friedrich Riewerts auf.

Insgesamt stehen dem Amt im kommenden Jahr für die laufenden Ausgaben rund acht Millionen Euro zur Verfügung. Dabei wird von einem Jahresüberschuss in Höhe von 19 200 Euro ausgegangen. Außerdem sind Investitionen in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro vorgesehen. So wurden noch einmal 100 000 Euro für die restlichen Kosten des Amrumer Schulbaus eingeplant, die Schwingböden in den Sporthallen von Süderende und Midlum sollen für jeweils 50 000 Euro erneuert werden, die Regenentwässerung auf dem Dach der Eilun-Feer-Skuul (wir berichteten) schlägt mit 75 000 Euro zu Buche, für die Sanierung der Warmwasseraufbereitung an der Rüm-Hart-Schule wurden 200 000 Euro eingeplant. Außerdem soll angesichts steigender Flüchtlingszahlen das Dach der Wyker Asylbewerberunterkunft für 200 000 Euro ausgebaut werden.

Längst nicht alle Wünsche, die für den Etat 2015 angemeldet worden waren, fanden in den vorbereitenden Sitzungen von Schul- und Finanzausschuss Gnade. So wurde das neue Reetdach für das Nebeler Amtsgebäude genauso auf 2016 verschoben wie der Umbau des Midlumer Lehrerzimmers und die von der Grundschule Föhr-Land schon lange gewünschte Überdachung des Innenhofs der Midlumer Schule. Durch die sollte es möglich werden, dass die Kinder auch bei Regenwetter trocken zu den Toiletten gelangen können. Wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig, befanden die Politiker.

Verabschiedet wurde vom Amtsausschuss auch der Stellenplan, der 70 Voll- und Teilzeitstellen ausweist. Dazu gehören nicht nur die Mitarbeiter der Amtsverwaltung, sondern auch Schulsozialarbeiter, Hausmeister, Reinigungskräfte oder Küchenhilfen, die für die Mittagsbeköstigung in den Offenen Ganztagsschulen benötigt werden.

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