Föhr und Amrum : Schulen für Digitalisierung rüsten

Die neue Technik soll Einzug in die Klassenzimmer halten.
Die neue Technik soll Einzug in die Klassenzimmer halten.

Entwicklung vorantreiben: Föhr-Amrumer Schulausschuss diskutiert wichtiges Zukunftsthema. Arbeiten an der Eilun-Feer-Skuul nicht im Zeitplan.

Avatar_shz von
19. März 2018, 16:45 Uhr

Die Eilun-Feer-Skuul nahm bei der Sitzung des Föhr-Amrumer Schulausschusses einen breiten Raum ein, wobei es nicht nur um deren räumliche, sondern auch um die künftige digitale Entwicklung ging.

Zunächst gab Angelika Falter, Mitarbeiterin des Bauamtes, einen Überblick über den Stand der Arbeiten am Schulgebäude. Berichten konnte sie unter anderem davon, dass der Rohbau des Aufzugschachtes im Februar fertig war, und dass im ersten und zweiten Obergeschoss die Installationen von Heizungs- und Sanitäranlagen begonnen haben. Im Erdgeschoss muss auf Anraten des Fliesenlegers der alte Estrich abgebrochen und durch neuen ersetzt werden. Einige Ausschuss-Mitglieder äußerten Bedenken wegen der Rutschgefahr auf den Fliesen, mussten jedoch zur Kenntnis nehmen, dass Nadelfilz als Alternative nicht infrage komme. Schließlich berichtete Angelika Falter davon, dass die massiv undichten Fenster in den Treppenhäusern nun doch ersetzt werden müssen. „Diese Fenster waren schon immer undicht“, betonte Elisabeth Schaefer, um dann zu erfahren, dass der Austausch ursprünglich aus Kostengründen gestrichen worden war.

Eigentlich sollte der erste Bauabschnitt im Mai abgeschlossen sein, damit der Umzug in den Ferien hätte stattfinden können. „Wegen verschiedener Verzögerungen kann dieser Plan nicht eingehalten werden, und es ist noch nicht möglich, einen neuen Termin zu nennen“, so Falter. Auf die Frage eines Ausschuss-Mitgliedes, ob ein Umzug im laufenden Betrieb denkbar sei, gab es nur allgemeines Gelächter.

Zur energetischen Sanierung und Modernisierung der Sporthalle neben der Schule konnte die Bauamtsmitarbeiterin mitteilen, dass die Arbeiten an der Fassade und an der Dachabdichtung voranschreiten. „Nach derzeitigem Stand kann der 31. Dezember dieses Jahres als Termin der Fertigstellung eingehalten werden“, so Angelika Falter. Zum geplanten barrierefreien Zugang zum Sportplatz war zu erfahren, dass man von der ursprünglichen Wegeführung direkt am Gebäude abgekommen sei. Wegen der Trasse, die erst später erstellt werden soll, hätte die Fassade des Gebäudes nicht geschlossen werden können. Vom Architekten seien zwei Alternativen erarbeitet worden, die billiger als der ursprüngliche Plan ausfallen würden. Im Ausschuss wurde auch vorgeschlagen, den barrierefreien Zugang zum Sportplatz mit der geplanten Einrichtung für Skater zu kombinieren. Der Schulausschuss empfahl schließlich dem Finanzausschuss des Amtes Föhr-Amrum, eine Rampe entlang des Gebäudes vorzusehen.

Wenn auch nicht so offensichtlich wie die Bauarbeiten, so doch von immenser Bedeutung für das Lehren und Lernen ist die Vorbereitung der Digitalisierung an allen Schulen auf Föhr und Amrum. Dazu vertrat unter anderem Thomas Löwenbrück die Überzeugung, dass verlässliche Strukturen und ein schlüssiges Gesamtkonzept aufgebaut werden müssen, wozu ein Administrator nötig sei. Amtsdirektorin Renate Gehrmann berichtete von der Idee, für Auszubildende in der Verwaltung zusätzliche IT-Schulungen anzubieten, um so Fachleute in Sachen Digitalisierung auszubilden.

Schließlich kamen auch die Schulleiter zu Wort, wobei es unter anderen um die Auswirkungen der Bauarbeiten an der Eilun-Feer-Skuul auf den Unterricht und um das neue Schulkonzept für die Rüm-Hart-Schule ging. Michael Oldigs, Leiter der Grundschule Föhr-Land, berichtete davon, dass im Friesisch-Unterricht mit Enken Tholund und Anita Filter ein plattdeutscher Text in die friesische Sprache übersetzt wurde. „Wir würden dies gerne als Buch drucken lassen, es fehlt jedoch noch das nötige Geld“, so Oldigs, der um Unterstützung warb. Der Schulausschuss sprach dann auch die Empfehlung an den Haupt- und Finanzausschuss aus, dieses Vorhaben zu unterstützen.

Das Gremium billigte schließlich auch den Vorschlag, die betreute Grundschule und die betreute offene Ganztagsschule zusammenzulegen und die Betreuungszeit zu verlängern. Eine längere Diskussion entstand rund um die Gebührensatzung. Es wurde befürchtet, dass gerade jene Kinder aus dem Projekt herausfallen, die es am meisten benötigen. Aus diesem Grund soll über eine Sozialstaffelung nachgedacht werden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen