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Eilun-Feer-Skuul : Schule wird zum Atomkraftwerk

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Willkommener Zuschuss zum Abiball: Der Wyker Abschlussjahrgang gewinnt bei einem Filmwettbewerb den dritten Preis.

Die Aufgabe: Einen Film über die Schule oder die Vorbereitungen zum Abschlussball drehen. Der Preis: Bis zu 2500 Euro. Klar, dass sich die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrganges der Eilun-Feer-Skuul (EFS) diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen ließen. An vielen Nachmittagen nach dem Unterricht wurde gedreht, um den Film pünktlich bis zum 18. Dezember fertig zu bekommen. Etliche Szenen wurden eingespielt, Requisiten organisiert und teilweise auch Lehrer gecastet, damit diese kleinere Rollen im Film übernehmen können. Etwa 20 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an dem Projekt, entweder als Schauspieler, Organisator oder auch beidem.

„Es war schon viel Arbeit, alles zu organisieren. Aber wir hatten trotzdem viel Spaß bei der Sache.“, sagt Mareike Petersen. Durch sie wurde der Jahrgang auf das Projekt aufmerksam gemacht, außerdem ist sie selbst in mehreren Szenen als Schauspielerin zu sehen. Zweifel, nicht rechtzeitig fertig zu werden, hatte sie aber nicht: „Wir hatten ja bereits im November angefangen, deshalb musste das eigentlich klappen.“ Ganz so viel Zeit blieb dann aber doch nicht übrig: Am Abend vor dem Einsendeschluss war der Upload auf die Facebookseite der Nord-Ostsee Sparkasse (Nospa), der Veranstalterin des Wettbewerbes, fertig. „Das Schneiden hat sehr lange gedauert. Dadurch wurde es nochmal eng, aber es hat ja alles gut geklappt“, meinte Vincent Ellmers, der sowohl für das Filmen, als auch für die Nachbearbeitung zuständig war. Insgesamt wurden mehr als 50 Stunden Arbeit in den Film gesteckt.

Nach dem Einsenden des Videos hieß es dann hoffen, warten und Wähler mobilisieren. Denn es wurde im Internet über elektronische Stimmenvergabe abgestimmt. Und wer da am besten mobilisieren konnte, hatte natürlich bessere Chancen. Insgesamt musste sich der Föhrer Film mit elf weiteren Einsendungen messen. Bei den Videos der Mitbewerber ging es unter anderem über den Alltag in einer Regionalschule, über die Berufswünsche nach dem Abschluss oder auch um Inklusion von Behinderten in den Alltag.

Die Schülerinnen und Schüler der EFS gingen einen anderen Weg: Angelehnt an die Comedy-Show „Switch Reloaded“, die von 2007 bis 2012 auf Pro Sieben lief und bei der populäre Fernsehsendungen parodiert wurden, wurde die Schule von verschiedenen „Fernsehteams“ wie zum Beispiel „Zuhause im Glück“ oder Stefan Raabs „TV total“ aufgehübscht, nachdem sie zuvor fälschlicherweise für ein Atomkraftwerk gehalten worden war. Damit spielt der Film darauf an, dass das Wyker Schulzentrum wahrlich keine Schönheit ist und zudem an mehreren Ecken Renovierungsbedarf herrscht.

Mit ihrer Mischung aus Witz und ernstem Hintergrund hatte die Gruppe den Nerv der Wähler getroffen. Mit 565 Stimmen landete der Film auf dem dritten Platz und wurde so mit 1000 Euro belohnt. Geschlagen wurde er nur von der Auguste-Viktoria-Schule aus Flensburg (580 Stimmen) und der dänischen A. P. Møller Skolen aus Schleswig (702 Stimmen), die mit 1500 beziehungsweise 2500 Euro ausgezeichnet wurden.

Für Emilia Ganzel ist das ein großer Erfolg: „Ich habe mich riesig gefreut, als ich erfahren habe, dass wir Dritter geworden sind.“ Und auch Joschka Veith war mit dem Ergebnis zufrieden: „Da haben wir uns selbst für die harte Arbeit belohnt. Das war es wert.“

Auch Heiko Runge, Wyker Regionaldirektor der Nospa, freute sich über den Erfolg der Föhrer: „Der Film war außergewöhnlich kreativ und lustig. Es ist die angemessene Belohnung für den großen Aufwand, den die Gruppe erbracht hat.“ Es war das erste Mal, dass ein Wettbewerb dieser Art stattgefunden hat. „Das Digitale ist sehr wichtig für uns. Da sind wir dann unter anderem mit solchen Wettbewerben natürlich präsent“, erklärte Runge jetzt im Rahmen der Preisübergabe an die Schülerinnen und Schüler.

Inzwischen ist der Film frei im Internet verfügbar. Unter dem Titel „Atomkraftwerk auf Föhr?!“ ist der knapp halbstündige Streifen unter anderem auf der Videoplattform Youtube zu finden. Das Preisgeld landete in der Abikasse des Abschlussjahrganges. Ein Haufen Geld, der dabei helfen wird, in diesemJahr einen besonderen Abiball auf die Beine zu stellen.

Hier der Link zum Film: www.youtube.com/watch?v=pDtOkcgMcDg)

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