zur Navigation springen

Amts-Finanzausschuss : Schulbau wird teurer

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Verzögerungen an der Öömrang Skuul schlagen mit einer Million Euro zu Buche. An der Eilun-Feer-Skuul soll Baubeginn im Frühjahr sein.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2013 | 11:45 Uhr

Dem Haupt- und Finanzausschuss des Amtes Föhr-Amrum wird in der neuen Wahlperiode der Wyker Bürgermeister Paul Raffelhüschen vorstehen. In dieses Amt gewählt wurde er bei der konstituierenden Sitzung dieses Gremiums im Wyker Amtsgebäude. Zu seinem Stellvertreter wurde der Utersumer Bürgermeister Joachim Lorenzen bestellt.

Der Stand bei den Bauarbeiten an der Öömrang Skuul stand einmal mehr auf der Tagesordnung eines Amts-Gremiums. Dazu teilte Bauamtsleiter Christian Stemmer mit, dass seit etwa drei Wochen wieder Leben auf der Baustelle eingekehrt sei. „Wir mussten vor Wiederaufnahme der Arbeiten viele juristische Hürden nehmen“, so Stemmer, dabei sei es nicht nur um vertragliche Angelegenheiten gegangen, sondern auch um die Feststellung möglicher Mängel. Zur Tätigkeit der vergangenen Wochen haben das Aufräumen und die Neueinrichtung der Baustelle sowie die Sanierung schiefer Fertigbauteile im Bereich der zukünftigen Turnhalle gehört.

„Der neue Unternehmer will die Rohbauarbeiten bis Weihnachten abgeschlossen haben“, berichtete der Bauamtsleiter weiter, der darauf verweisen musste, dass die Kosten für das Amrumer Projekt um eine Million Euro auf insgesamt 4,9 Millionen Euro angestiegen seien. Über möglich Schadensersatzansprüche an den bisherigen Bauunternehmer soll in nichtöffentlicher Sitzung beraten werden.

Zum Umbau der Wyker Eilun-Feer-Skuul berichtete Stemmer, dass der Entwurf im Mai verabschiedet worden sei und inzwischen auch ein Brandschutzkonzept vorliege, das noch vom Kreis Nordfriesland geprüft werden müsse. Wenn dies geschehen sei, könne der Bauantrag eingereicht werden. Frühestens Ende des ersten Quartals 2014 könne mit einer Umsetzung des Vorhabens, für das 2,5 Millionen Euro vorgesehen sind, gerechnet werden.

Bei dieser Sitzung wurde auch über weitere Bauwünsche der Föhrer Schulen informiert. Dabei waren sich die Ausschuss-Mitglieder einig, dass zunächst die aktuellen Vorhaben abgearbeitet werden müssten. Weitere Maßnahmen, die nicht hundertprozentig nötig sind, müssten zunächst aufgeschoben werden.

Die erneute Zunahme an Asylbewerbern macht sich auch auf den Inseln bemerkbar. Zwar sei mit acht Personen die Quote für 2013 eigentlich erfüllt, so Ordnungsamtsleiter Jörg Michelsen, doch müsse in diesem Jahr noch mit weiteren Zuweisungen gerechnet werden. Die zur Verfügung stehenden Unterkünfte auf Föhr und Amrum seien fast ausgebucht. Kurzfristige Abhilfe erhofft sich Michelsen von einer Instandsetzung der Nebeler Unterkunft. Langfristig hält er den Ausbau des Dachgeschosses der Unterkunft am Wyker Ziegeleiweg für denkbar.

Zum geplanten Finanzausgleichsgesetz des Landes teilte Wolfgang Schulze von der Finanzabteilung mit, dass Norddorf, Nebel und Süderende mit Einbußen rechnen müssen. Nun erhofft sich der Haupt- und Finanzausschuss möglichst rasch Informationen aus dem Finanzministerium, da noch viele Fragen offen seien.

Weiter erklärte sich das Gremium bereit, eine mögliche Finanzlücke bei der geplanten Sportwoche für die Schüler der Öömrang Skuul abzudecken. Es sei Kindern, Lehrern und Eltern hoch anzurechnen, dass sie sich mit so viel Engagement für dieses Vorhaben einsetzen, war die Überzeugung der Ausschussmitglieder.

Der Antrag der Stadt Wyk, das Amt Föhr-Amrum möge die Meldescheinabwicklung übernehmen, wurde zunächst nicht weiter behandelt, da, wie Amtsdirektorin Renate Gehrmann berichtete, noch nicht klar sei, wie es mit der FTG weitergehen wird. Darüber hinaus machte sie deutlich, dass diese Abwicklung auch nicht zum Aufgabenkatalog des Amtes Föhr-Amrum gehöre. Sollte dieses Thema wieder auf den Tisch kommen, gelte es besonders auch über die Kosten zu diskutieren.

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen