ortsbegehung : Schulausschuss auf Baustellen-Tour

Bei einer Ortsbegehung ließen sich die Ausschussmitglieder den Aufbau der Turnhalle erklären.
Bei einer Ortsbegehung ließen sich die Ausschussmitglieder den Aufbau der Turnhalle erklären.

Lange hat es gedauert, nun ist ein Ende in Sicht: Die Arbeiten an der Öömrang Skuul sollen im Oktober abgeschlossen sein. Die Ausschuss-Mitglieder verschafften sich einen Überblick über die Fortschritte am Bau und ließen sich ihre Fragen vor Ort beantworten.

shz.de von
14. Juni 2014, 08:00 Uhr

„Wir haben heute den Bauzeitenplan mit den Fachgewerken und den Fachbauleitungen abgestimmt“, erklärte Leif Hänsch vom Bau- und Planungsamt des Amtes Föhr-Amrum den Teilnehmern der Sitzung des Schulausschusses. „Wir haben seit Baubeginn damit die zehnte Bauzeitenplan-Anpassung vorgenommen“, fasste Bauleiter Diplom-Ingenieur Andreas Hübner vom Lübecker Architekturbüro die bisher erlebten Bauverzögerungen zusammen.

Im September 2009 hatte der Amtsausschuss des Amtes Föhr-Amrum den Beschluss zur Umsetzung des Teilabrisses der Öömrang Skuul und den Neubau eines Grundschultrakts sowie einer Turnhalle gefasst. Damit wurde die Umsetzung des Projekts, das nach der abgeschlossenen Submission der Ausschreibung zur Erstellung des Rohbaus zuerst noch ausgesetzt wurde, in Angriff genommen. Die Abriss- und Rohbauarbeiten wurden beauftragt und in der Folge galt es, diverse Rückschläge zu verkraften (wir berichteten).

Die jüngste Bauverzögerung wurde durch die statt im März erst im April und damit einen Monat später begonnenen Dachdeckerarbeiten verursacht. „Wenn der Bau nicht dicht ist, können nachfolgende Ausbaugewerke nicht beginnen“, verdeutlichte Architekt Peter Heck-Schau bei der Begehung mit dem Schulausschuss und Mitgliedern der Verwaltung die Verkettung. „Wir kommen hier auf der Baustelle nach der Grundsteinlegung im April 2012 erstmalig wieder zusammen“, stellte der Ausschuss-Vorsitzende Heinz Lorenzen fest. Vor der Sitzung verschafften sich die Anwesenden einen Überblick über die Fortschritte am Bau und ließen sich ihre Fragen vor Ort beantworten. Wie anspruchsvoll der aktuelle Zeitplan für die verschiedenen Gewerke trotz der Anpassung ist, davon konnte sich jeder angesichts der vielen Handwerker auf der Baustelle ein Bild machen.

Man gehe derzeit davon aus, dass zum Ende der Herbstferien damit begonnen werden könne, die neuen Räume auszustatten und zu reinigen, verkündete Schulleiter Jörn Tadsen das gesteckte Ziel. Allerdings wird es noch genug zu tun geben, bevor alle Spuren des Baus beseitigt sind. Wie Leif Hänsch erklärte, werden die Außenarbeiten parallel zu den Arbeiten im und am Gebäude in den Sommerferien erledigt, sodass mit dem Schulbeginn bereits ein großer Teil der Baustelleneinrichtung zurückgebaut sein wird.

Amtsdirektorin Renate Gehrmann zeigte sich erleichtert, dass das Thema Öömrang Skuul endlich zu einem baldigen Abschluss gebracht werden kann, zumal die Vorbereitungen für den Umbau an der Eilun-Feer-Skuul bereits auf Hochtouren laufen. So wie sich die Ergebnisse der Probebohrungen derzeit darstellen, werden aufgrund neuer Erkenntnisse bezüglich der Statik, die in der Ausführung nicht exakt den Unterlagen der Baugenehmigungen entsprechen, weitere Maßnahmen beziehungsweise Umplanungen in Verbindung mit dem Einbau eines Fahrstuhls nötig sein.

„Dadurch werden diese Maßnahmen nicht in den Herbstferien zu schaffen sein“, so Renate Gehrmann. Ob der Fahrstuhl an der Außenseite des Gebäudes angebracht werden kann, wird derzeit geprüft. Da es sich anbieten würde, die Sanierung der Klassenräume, die Abarbeitung des Brandschutzgutachtens und den Einbau des Fahrstuhls gebündelt vorzunehmen, werden acht bis zwölf Klassen in Schulcontainer ausgegliedert werden müssen. Ziel ist es natürlich, den Unterricht so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

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