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Unterricht mit Spass : Schüler für einen Tag Comic-Zeichner

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Auf Initiative von Stefanie Path, Lehrerin an der Rüm-Hart-Schule, wurde der Cartoonist Ulf Keyenburg für einen Workshop auf die Insel eingeladen.

Was im größeren Stil derzeit als Ausstellung „Wale. Kapitäne. Und Kollegen.“ Im Dr.-Carl-Haeberlin-Friesenmuseum zu bewundern ist, fand nun junge Nachahmer: Auf Initiative von Stefanie Path, Lehrerin an der Rüm-Hart-Schule in Wyk, konnte Comic-Zeichner Ulf Keyenburg für einen Workshop auf die Insel eingeladen werden. In großer Runde erzählte er den Dritt-und Viertklässlern, wie er selbst als Schüler zum Zeichnen gekommen sei, dass er „Star-Wars“- Figuren mit dem Bleistift auf seinen Papierseiten lebendig werden ließ und wie es technisch überhaupt möglich sei, einen Comic zu zeichnen. Keyenburg, der sich selbst nur Ulf K. nennt, weil er es leid ist, ständig seinen Nachnamen buchstabieren zu müssen, zeichnet nicht nur verantwortlich für „Walheimat“ im Friesenmuseum, sondern ist auch Illustrator vieler Kinderbücher. 2004 wurde er als bester deutschsprachiger Comic-Künstler mit dem Max-und Moritz-Preis ausgezeichnet. Schnörkellos sind seine Zeichnungen, übersichtlich und deutlich und sprechen eine eigene Sprache.

Dabei war der von der Firma Dahler und Company finanzierte Workshop in der Rüm-Hart-Schule (und tags zuvor in der Grundschule Föhr-Land) nicht der erste, den er leitete. Hauptsächlich führe er Workshops an Grundschulen durch oder mit Gruppen, die schon Erfahrungen mit Comic-Zeichnungen hätten, so Keyenburg, der erklärte, dass ältere Schüler „zu viel den Kopf einsetzen, um manche Ideen zuzulassen“.

Die Wyker Schüler staunten, wie aus anfänglichen Strichen Tiere und Menschen mit unterschiedlichen Charakteren wurden und griffen danach selbst zu Bleistift und Lineal, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Hunde, Katzen und Aliens führten die Favoritenliste an, wobei auch deutlich wurde, dass es mindestens zwei Arten von Comic-Zeichnern gibt: Die einen lassen sich von ihren Skizzen zu einer Geschichte inspirieren, die anderen handhaben es genau umgekehrt. Beide Wege führen zum Ziel und zum durchaus ansprechenden Erfolg.

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erstellt am 29.Jun.2017 | 08:00 Uhr

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