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Treffen in Wyk : Schüler begegnen der Vielfalt friesischer Dialekte

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Kreativtag desFriesischunterrichts fand erstmals auf Föhr statt. Schüler und Lehrer bekamen viele neue impulse.

„Jo snaake jo en gans öler fering üüs wi“, stellte eine Viertklässlerin erstaunt fest. Sie war gerade auf eine Schülergruppe aus Risum gestoßen, die ebenfalls am Kreativtag des Friesischunterrichtes teilnahm. Und genau dieses Zusammentreffen der verschiedenen friesischen Dialekte bei einer gemeinsamen Präsentation ist eines der Ziele dieses Tages. Erstmalig hatten die Föhrer Friesischlehrer ihre Kollegen in die Eilun-Feer-Skuul eingeladen und von Sylt und Amrum sowie aus Niebüll, Risum-Lindholm und natürlich aus Midlum und Süderende waren insgesamt 120 Kinder mit Begleitung gekommen. Es herrschte ein quirliges Miteinander auf frasch, öömrang, sölring und fering.

Gerd Vahder, Landesfachberater für das Fach Friesisch, konnte zu diesem Aktionstag die Minderheitenbeauftragte des Landes, Renate Schnack, in Begleitung der Referentin für Minderheitenfragen in der Staatskanzlei, Dr. Heike Schmidt, sowie den zweiten stellvertretenden Landrat des Kreises Nordfriesland, Carsten F. Sörensen, und den zweiten Vorsitzenden des Friesenrates, Erk Hassold, begrüßen. Sie alle erlebten einen bunten Nachmittag mit Liedern, Tänzen und Sketchen, die jede Gruppe in ihrem Dialekt vortrug. So konnten die Zuschauer einmal selbst erleben, wie weit die einzelnen friesischen Dialekte auseinander liegen oder eben nicht.

Für Kaffe und Kuchen hatten fleißige Frauen des Fering Ferian gesorgt und in verschiedenen Klassenräumen konnten die Kinder Spiele spielen oder in der Wollwerkstatt Wolle verarbeiten. Die mitgereisten Friesischlehrer und Betreuer hatten einmal mehr die Gelegenheit, sich auszutauschen und nach neuen Ideen für ihren eigenen Unterricht Ausschau zu halten.

Nicht nur die Ferring-Stiftung nutzte an diesem Tag die Chance, mit einem Büchertisch ihr Angebot zu präsentieren. Auch der NDR und der Friisk Funk waren dabei, um ein paar „O-Töne“ einzufangen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die in einem zweijährigen Rhythmus stattfindet, standen aber die Kinder, die sichtlich viel Spaß miteinander hatten.

Das war auch der eigentliche Lohn für die drei Organisatoren Anita Filter, Enken Tholund und Erk Roeloffs, die sich bei allen Helfern für den reibungslosen Ablauf des friesischen Kreativtages bedankten. „Föl toonk, det wiar net bi jam“, bekamen auch sie von vielen sich verabschiedenden Glästen zu hören.

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