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Breitband : Schnelles Netz kommt auf die Inseln

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Erster Spatenstich für Breitbandversorgung auf Pellworm. Föhrer sollen im Sommer schneller surfen können. 3,2 Millionen Euro werden investiert.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 08:19 Uhr

Föhr/Amrum/Pellworm | Startschuss für die Breitbandversorgung der Inseln und Halligen: Die Ämter Pellworm, Föhr-Amrum und der Netzbetreiber Lünecom hatten zum Start des Projektes "Verbesserung der Breitbandversorgung" im Bereich der Ämter Pellworm und Föhr-Amrum zum ersten Spatenstich eingeladen. Nach Reden der Amtsvorsteher Klaus Jensen (Pellworm) und Heidi Braun (Föhr-Amrum) sowie Norbert Hill von der Firma Lünecom und Hermann-Josef Thoben als Vertreter des Landes, griffen Klaus Jensen und Norbert Hill zum Spaten.

Die Firma Lünecom aus Lüneburg verfügt über Erfahrung in gleichartigen Projekten und ist zuversichtlich, bis Ende dieses Jahres in allen zehn teilnehmenden Gemeinden einen Breitbandanschluss mit bis zu 16 000 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) anbieten zu können. Lünecom wird dafür ein flächendeckendes Versorgungsnetz aufbauen und betreiben. Der finanzielle Gesamtaufwand für den Breitbandanschluss der Inseln und Halligen über Richtfunkanlagen sowie die lokale Verteilertechnik beträgt 3,2 Millionen Euro, davon trägt die Lünecom gut 2,2 Millionen Euro. Land und Gemeinden schießen je 490 000 Euro zu. Innerorts werden die Verteileranlagen über Glasfaserleitungen verbunden.

Wenn die ersten Pellwormer am Netz sind, sollen kurz danach die Halligen Langeneß, Oland und Gröde folgen, entsprechende Mast-Standorte sind gefunden. Im zweiten Bauabschnitt sind dann Alkersum, Borgsum, Midlum, Nieblum und Oevenum an der Reihe - bis zum Sommer könnte es soweit sein. Im letzten Bauabschnitt kommen schließlich die beiden Amrumer Gemeinden Norddorf und Wittdün dran. Hier gehen die Planungen von einer Fertigstellung zum Ende des dritten Quartals aus, mit einem zeitlichen Puffer bis Ende des Jahres.

Begonnen hat alles im Dezember 2008. Damals hatten sich die Gemeinden dazu entschieden, an einem Breitband-Förderprogramm teilzunehmen. Es wurde zunächst eine Bürgerbefragung vorgenommen. Diese zeigte, dass die Bevölkerung mit dem derzeitigen Status unzufrieden war. Für die Teilnahme am Förderprogramm war es erforderlich, dass die Gemeinden einen finanziellen Eigenanteil zur Verfügung stellen, der sich auf Beträge zwischen 10 000 und 50 000 Euro belief. Nach Veröffentlichung des Interessenbekundungsverfahrens wurde aber bekannt, dass vorübergehend keine Förderanträge vom Land Schleswig-Holstein mehr bewilligt werden konnten. Daher musste das Ausschreibungsverfahren zunächst gestoppt werden. Doch jetzt, fünf Jahre später, soll das schnelle Internet die Inseln und Halligen erreichen.

Lünecom-Geschäftsführer Norbert Hill zeigte sich überzeugt, dass sehr schnell viel mehr Insulaner an das neue Netz angeschlossen werden wollen, als anfänglich Interesse gezeigt hätten. Das schnelle Netz spreche eben für sich selbst.

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