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Breitband : Schnelles Internet noch in diesem Jahr

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

In Norddorf und Wittdün sind die Verteilerkästen für das neue Glasfasernetz nahezu vollständig montiert. Die ersten Nutzer sollen im Dezember ans Netz gehen.

In Wittdün und Norddorf ist kaum zu übersehen, dass die Restarbeiten für den Anschluss der beiden Gemeinden an ein schnelles Internet vorangehen. Die Verteilerkästen für das neue Glasfasernetz sind mittlerweile nahezu vollzählig montiert und werden bereits mit der nötigen Technik ausgestattet.

Dass die sogenannten VZ-Kästen stets in direkter Nachbarschaft zu einem bereits vorhandenen Verteilerkasten der Telekom aufgestellt werden, hat einen technischen Hintergrund. An diesen Schnittpunkten erfolgt die Übergabe vom Glasfaserkabel auf den Kupferdraht der jeweiligen Endverbraucher und damit die sogenannte letzte Meile. Da es sich um ein subventioniertes Gemeinschaftsprojekt von zehn Föhrer und Amrumer Gemeinden handelt (wir berichteten), müssen die entsprechenden Vorgaben eingehalten werden. Und die sehen einen Glasfaseranschluss bis ins Haus nicht vor.

Wie der Geschäftsführer des verantwortlichen Unternehmens Lünecom, Norbert Hill, auf Nachfrage bestätigte, können sich interessierte Kunden gegen entsprechende Baukostenbeteiligung einen eigenen Glasfaseranschluss legen lassen. „Das ist zwar eine teure Angelegenheit, aber auf Föhr haben wir bei zwei Kunden solch einen verlustfreien Anschluss umgesetzt“, berichtet Hill.

Die Glasfaserkabel wurden auf Amrum bereits durch die vollständig verbauten Leerrohre unter die Erde gebracht. „Dieser Strang kann eine Kleinstadt mit schnellem Internet versorgen“, erklärt ein Tiefbauer, der die Leerrohre in die Verteilerkästen verlegt. Dabei wird anhand der vielen noch ungenutzten Kunststoffrohre deutlich, wie zukunftsweisend das Netz ausgebaut wird.

Obwohl in Norddorf lange diskutiert worden war, wo die für die Richtfunkstrecke nötigen Sende- und Empfangsantennen auf Höhe gebracht werden können, kommt man in der Gemeinde schneller voran als in Wittdün. Dort musste für den Richtfunkmast ein überaus aufwändiges Fundament erstellt werden. Durch den nötigen Standortwechsel an den Tonnenhof am Seezeichenhafen mussten die Tiefbauer mit aufgeschwemmtem Baugrund klarkommen. „Ohne eine kostspielige Grundwassersenkung an dem vier Meter tiefen Loch für den Aufbau des Fundaments wäre es gar nicht gegangen“, beschreibt ein Mitarbeiter des Tiefbauunternehmens die schwierige Situation. Ähnliche Probleme galt es auf der Hallig Langeneß zu bewältigen. Dort drängte außerdem die anstehende Deichruhe, die gemäß der küstenschutztechnischen Richtlinien das Bauzeitfenster stark einschränkte.

„Sobald das Netz steht, werden die Anmeldungen nach Eingang abgearbeitet, sodass nach und nach mehr Bürger in den Genuss der hohen Bandbreiten kommen“, verspricht Norbert Hill. Die bisherige Anmeldesituation zeige, dass die Nutzer das Produkt annähmen. Die Lünecom geht von den ersten Anschaltungen der Kunden im Dezember aus, sofern das Wetter keine außergewöhnlichen Streiche mehr spielt.

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