Spass für Föhrer Kinder : Schneiden, kneten und genießen

Sorgfalt war beim Herstellen der Bandnudeln gefragt.
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Sorgfalt war beim Herstellen der Bandnudeln gefragt.

Große Augen und volle Mägen: Upstalsboom-Küchenchef Marc Mueller kam zum gemeinsamen Kochen ins Jugendzentrum.

shz.de von
13. Juni 2018, 08:30 Uhr

Es war ein besonderer Tag für die Kinder und Jugendlichen im Wyker Jugendzentrum (Juz): Freudig erwartet wurde mit Küchenchef Marc Mueller, Köchin Laura Krause und Pauline Petersen, Fachfrau für Marketing und Events, Besuch vom Hotel „Upstalsboom“.

Schon vor längerer Zeit hatte Petersen, deren Idee das Projekt war, Juz-Leiterin Petra Christiansen einen Kochkurs für die Kids angeboten und war auf offene Ohren gestoßen. „Da sich die Eröffnung des Hotels verschob, das Personal aber bereits auf der Insel ist, engagiert sich das Team gern für soziale Projekte“, erklärte Petersen. Und so hatten sich die Köche bei einem ersten Besuch im Juz mit den Kindern beraten, was gekocht werden sollte. Man einigte sich auf Hähnchen, ähnlich wie Chicken McNuggets, Nudeln und Burger.

In der Küche bekam jeder seine Aufgaben. Einige Kinder waren für das Kleinschneiden von Staudensellerie und Wurzeln zuständig, andere schnitten Zwiebeln und Knoblauch mit scharfen, großen Koch-Küchenmessern in kleine Würfel. Eine andere Gruppe kümmerte sich unter Anleitung von Laura Krause um die Zubereitung des Nudelteigs: zunächst kneten, später mit einem Nudelholz ausrollen. Und die Köchin lobte die geleistete Arbeit, denn es ist nicht einfach, einen dünnen Teig gleichmäßig auszurollen. Dieser wurde zu einer dünnen Rolle gedreht und dann in kleine Streifen geschnitten. Einzeln wurden die Röllchen auseinandergewickelt, die sich als viele Bandnudeln entpuppten, die in heißem Wasser gekocht wurden.

Küchenchef Mueller bereitete die Hähnchenschenkel und -streifen zu, die von zwei Jungen paniert wurden. Dabei erzählte Tom: „Meine Oma besaß zwei Restaurants. Da habe ich oft zugeschaut, daher weiß ich, wie man zum Beispiel Schnitzel paniert.“ Schließlich wurden die Zutaten verschiedener Saucen zusammengerührt und später erwärmt. Alles lief parallel und wie am Schnürchen. Es herrschte eine eifrig beschäftigte Arbeitsunruhe.

Man hätte meinen können, bei so vielen „Köchen“ würde die Küche am Ende einem Schlachtfeld gleichen. Nein, alle hatten ihre Aufgabe gewissenhaft erledigt und Koch Marc Mueller, der alles gut im Blick hatte, zeigte, wie am Ende wieder Ordnung geschaffen wird. Im Aufenthaltsraum wurde für alle Kinder und Mitarbeiterinnen der Tisch gedeckt und das Essen serviert. Plötzlich herrschte eine wohlige Ruhe und genießerische Stille. Den Kindern schien ihr selbst zubereitetes Essen zu schmecken.

Petra Christiansen dankte mit ihren Kolleginnen Daniela Nebel (Praktikantin) und Kerrin Völcker (Absolventin des Freien Sozialen Jahres) für die Aktion und schmiedete sogar schon Zukunftspläne. So soll ein ähnlicher Kochkurs wiederholt werden, etwa zur Fußballweltmeisterschaft mit dem Schwerpunkt: „Was wird in den WM-Ländern gegessen?“ Als Besonderheit soll dann in der Küche des Hotels gekocht werden. Für die Kinder wird das ein weiterer großer Spaß werden.

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