Letj Nuurd : Schlammwüste auch an Neujahr

Matsch und kein Ende: Auf der Baustelle geht es nicht voran.
Matsch und kein Ende: Auf der Baustelle geht es nicht voran.

Der Ausbau der Straße hätte schon vor Weihnachten abgeschlossen sein sollen. Der Vorarbeiter begründet die Verzögerung mit dem Regenwetter der letzten Wochen.

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30. Dezember 2014, 07:30 Uhr

„Jetzt haben wir zu den Feiertagen immer noch eine Baustelle vor der Tür“, stellt ein genervter Anwohner des Letj Nuurd fest. Seinen Gästen habe er nur empfehlen können, mit dem Geländewagen anzureisen, um überhaupt bis auf den Parkplatz des Gästehauses zu gelangen.

Nachdem wir bereits im Januar dieses Jahres über die katastrophalen Verhältnisse entlang des wassergebundenen Weges berichtet hatten, bei Regen benötigte man dort regelmäßig ein „Boot“ um die tiefen, eng aneinander gereihten Pfützen trockenen Fußes zu überqueren, wurde in der Gemeindevertretung eine Pflasterung der Oberfläche beschlossen. Die Anwohner haben dabei einen Eigenanteil zu tragen, bekommen dafür aber eine geordnete Oberflächenentwässerung und eine aufwertende Pflasterung in ihrer Straße. „Wir konnten unseren Gästen diese Pfützenlandschaft gar nicht mehr zumuten“, erinnert sich ein Vermieter und hat noch das Bild vor Augen, wie Urlauber noble Restaurants in Norddorf besuchen wollten und dabei Gummistiefel trugen.

Um Zeit vor der dunklen Jahreszeit zu gewinnen, hatte Bürgermeister Peter Koßmann per Eilentscheidung den Ausbau des „Letj Nuurd“ beauftragt, sodass pünktlich zu Weihnachten alles fertig sein sollte. „Von acht Wochen Bauzeit war die Rede und nun sind die Arbeiten, die im Oktober begannen, immer noch nicht annähernd fertig“, ist ein weiterer Anwohner erbost. Dabei glaubt er, zu wissen, woran es gelegen hat. „Die Baustelle war chronisch unterbesetzt und über viele Tage standen die Maschinen still“, so sein Vorwurf an den Auftragnehmer. Dessen Vorarbeiter war zu keiner detaillierten Stellungnahme bereit, brachte aber den derzeitigen Zustand der Baustelle mit den vielen Regentagen der zurückliegenden Wochen in Verbindung.

Bürgermeister Peter Koßmann fürchtet, dass die Arbeiten bei einem Wintereinbruch weiter verzögert würden. In der Gemeinde gebe es eine Vielzahl begonnener und nicht abgeschlossener Tiefbauarbeiten, die den Gästen zu Weihnachten und Silvester keinen besonders vorteilhaften Anblick böten, ärgert er sich.

Darüber hinaus sagt dem Gemeindeoberhaupt die derzeitige Entwicklung der privaten Infrastruktur entlang des Strunwais, der Spaziermeile Norddorfs, nicht zu. Schon im Winter letzen Jahres habe er an die Anwohner und Geschäftsleute appelliert, sich an den aus seiner Sicht guten Beispielen im verkehrsberuhigten Bereich zu orientieren und ihre Außendarstellung aufzuwerten. „Dieser Appell ist von den Betroffenen leider nicht verstanden worden“, so Koßmann. Er vertritt die Ansicht, dass man investieren muss, wenn man am Tourismusmarkt bestehen möchte.

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