Brandschützer : Schlagkräftige Truppe hatte viel zu tun

Eine starke Truppe: Die Süddorf-Steenodder Wehr bei ihrer Jahresversammlung.
Eine starke Truppe: Die Süddorf-Steenodder Wehr bei ihrer Jahresversammlung.

Die Ortsfeuerwehr Süddorf-Steenodde musste im vergangenen Jahr zu 29 Einsätzen ausrücken. Neue Aktive wurden bei der Jahresversammlung begrüßt.

shz.de von
27. Januar 2015, 20:30 Uhr

Auch im abgelaufenen Jahr hatte die Freiwillige Feuerwehr Süddorf-Steenodde neben den regelmäßigen Übungsdiensten mit 29 Einsätzen eine Menge zu tun. Hierzu gehörten unter anderem der Brand von Heuballen am Stall eines Landwirts in Süddorf, die sich selbst entzündet hatten, weitere Kleinbrände und ein Verkehrsunfall.

Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier lobte das Engagement der Brandschützer und sah es als nicht selbstverständlich an, dass diese eine Menge ihrer Freizeit für die Allgemeinheit opfern. Zumal es nur durch diese Bereitschaft der Freiwilligen überhaupt möglich sei, auf der Insel Amrum bei Feuer, Sturm, Unfällen und anderen Katastrophen eine große Anzahl von gut ausgebildeten Einsatzkräften mobilisieren zu können. „Jedem auf Amrum lebenden sollte bewusst sein, dass diese Selbsthilfe auf einer Insel nur funktioniert, wenn genug Personen bereit sind, in den Reihen der Feuerwehren mitzuwirken“, betonte der Bürgermeister. Leider würden sich nur allzu viele in der Sicherheit wiegen, dass es schon andere richten werden, wenn Hilfe nötig ist. Dadurch gingen oftmals für die Feuerwehranforderungen bestens geeignete Personen dem ehrenamtlichen Engagement verloren. „Um die durch Alter und Krankheit aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Mitglieder zu ersetzen, dürfen wir bei der Anwerbung von neuen Personen nicht nachlassen“, sagte Dell-Missier.

Ortswehrführerin Claudia Motzke freute sich daher auch , dass sie mit Marvin Rehberg ein junges Mitglied in der Wehr begrüßen konnte. Er wechselt von der Jugendfeuerwehr zu den Aktiven und bringt daher schon ein großes Ausbildungspotenzial mit sich. Durch die Aufnahme von Tobias Andresen bekommt die Ortsfeuerwehr sogar einen voll ausgebildeten Feuerwehrmann dazu. „Tobias bringt sogar seinen eigenen Pieper mit“, so Claudia Motzke. Nach seiner einjährigen Anwärterzeit nahm die Ortswehrführerin außerdem ihren Sohn Nis Motzke als Feuerwehrmann in die Wehr auf.

Nach Jahren, in denen er die Süddorf-Steenodder Feuerwehr mit geprägt hatte, wurde der Führer der Reserveabteilung, Knudt Martinen, in die Ehrenabteilung überstellt. Lobende Worte hatte die Wehrführerin außerdem für Jan Ricklefs. „Wir haben ja leider im Ernstfall nicht mehr zusammenarbeiten können, jedoch freue ich mich, dass du der Wehr in über 30 Jahren mit vollem Tatendrang zur Verfügung gestanden hast“, bedankte sich Claudia Motzke bei dem altgedienten Feuerwehrmann.

Ihren Dank für die Rückendeckung, die Kameradschaft und Unterstützung richtete die Ortswehrführerin an die ganze Wehr und betonte, dass jeder einen wichtigen Beitrag zum Erfolg leiste und die Feuerwehr Süddorf-Steenodde zu dem mache, was sie ist.

Schriftführer Mats Bohn verlas das Protokoll und den Jahresbericht und berichtete zudem von der Kameradschaftsfahrt nach Stade und der Herausforderung zur Cold Water Challenge. Die Feuerwehrleute hatten sich nicht lumpen lassen und dafür ein Werbevideo für die Feuerwehr gedreht.

Kassenwart Thilo Heymann berichtete unter anderem, dass wieder persönliche Schutzausrüstungen beschafft wurden und man die Jugendfeuerwehr unterstützt habe. Die Kassenprüfer Helmut Drews und Lars Jensen attestierten dem Kassenwart eine gewissenhaft geführte Kasse und beantragten die Entlastung des gesamten Wehrvorstandes. Die Wiederwahl der Kassenprüfer war einstimmig und die Wahl wurde auch angenommen.

In den Grußworten gingen sowohl Gemeindewehrführer Jens Lucke als auch Bürgermeister Bernd Dell-Missier auf den Umstand ein, dass Nebels Ortswehrführer Lennard Langfeld sein Amt niedergelegt und sein Stellvertreter Oliver Ziegler sich bereit erklärt hat, die Führung zu übernehmen. Der stellvertretende Amtswehrführer Klaus-Peter Ottens sah trotz der derzeitigen Situation einen positiven Weg aus der misslichen Lage und das nicht zuletzt aufgrund der unbürokratischen Hilfe.

Bente Johannsen überbrachte die Grüße der Föhr-Amrumer Feuerwehrkameradschaft und erinnerte an die für dieses Jahr geplanten Aktivitäten.

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