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Neue Erfahrung : Schlafen unter Föhrer Sternenhimmel

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Vier Strandkörbe laden seit dieser Woche zum Übernachten im Freien ein – unsere Mitarbeiterin Silke Kurtz wagte einen Selbstversuch.

Vielerorts konnte man bereits im vergangenem Jahr Schlafstrandkörbe entlang den deutschen Küsten entdecken. Eine Touristen-Attraktion, die nun auch auf Föhr zum Schlafen im Freien einlädt. Produziert werden die stylischen Modelle von der Stiftung Mensch in Meldorf im Kreis Dithmarschen. An drei Strandabschnitten der Insel sind die Körbe seit dieser Woche zu finden: Wyk und Utersum verfügen über jeweils einen, Nieblum sogar über zwei dieser ausgefallenen Übernachtungsmöglichkeiten.

Wer hat nicht schon einmal von einer Nacht am Strand geträumt? Und davon, einmal ungestört das Funkeln der Sterne zu betrachten und die Geräusche des Meeres sowie die Rufe der Seevögel in der Nacht verhallen zu hören. Dies dachte sich auch Silke Kurtz. Die Mitarbeiterin des sh:z wählte als Domizil für eine Nacht den Strand von Nieblum und schrieb für den Insel-Boten diesen Erfahrungsbericht.

An ein Segelboot, einen Optimisten, hat mich die Form dieser Behausung erinnert. Die, 2,40 Meter lang und 1,30 Meter breit, mit einer beschichteten Schaumstoffmatratze ausgestattet ist und zwei Personen ausreichend Platz bietet. Die wasserdichte Plane schützt vor Regen und Wind; Stofflaschen und Metallösen halten das auf Aluminiumbügel gezogene „Dach“ sicher am Korbunterbau. Durch die Lagerung auf Kufen und die Palettenkonstruktion im Sand ist der Korb vor Bodenkälte geschützt.

Die Sonne versinkt im Meer, zaubert ein orangerosafarbenes Licht an den Horizont und lässt den Strand darin verschwinden. Mit einbrechender Dunkelheit erscheinen draußen auf dem Meer andere Lichter: Amrum mit seinem Leuchtturm, Fähren und Fischerboote. Doch auch die Geräusche verändern sich. Austernfischer lassen ihren markanten Ruf über das Meer klingen. Dort, wo kein Wasser über dem Sand steht, beginnt es zu knistern. In der Stille der Nacht merke ich, wie sehr das Meer und seine Umgebung leben.

Kein Wind und keine Wolke am Firmament. Nur das sanfte Plätschern der Wellen und ein sternenklarer Himmel. Wohlgemerkt: Das Thermometer zeigte kurz zuvor sechs Grad an. Stört aber nicht, Hauptsache trocken!

Ein Handgriff und die Persenning lässt sich federleicht schließen und das integrierte Bullauge mit der Jalousie verdunkeln. Viel zu schnell ist die Nacht vorbei. Perfekter kann ein neuer Tag nicht beginnen als mit dem Gefühl, die ganze Nacht Ruhe geatmet zu haben.

Fazit dieser Freiluft-Nacht: Der Schlafstrandkorb hat einen Fan – mich. Ich werde wiederkommen und mir eine Nacht „oben ohne“ gönnen.

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erstellt am 13.Mai.2017 | 09:00 Uhr

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