zur Navigation springen

gut gewirtschaftet : Satter Überschuss und sechs Prozent Dividende

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Bankenkrise macht um die Föhr-Amrumer Bank weiter einen großen Bogen. Erneut kann das Kreditinstitut an seine Mitglieder eine beachtliche Dividende ausschütten.

von
erstellt am 12.Nov.2014 | 13:00 Uhr

Die Bankenkrise macht um die Föhr-Amrumer Bank weiter einen großen Bogen. Erneut kann das genossenschaftliche Kreditinstitut an seine Mitglieder eine sechsprozentige Dividende ausschütten. Nicht die einzige gute Nachricht bei der Jahresversammlung. Denn im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Überschuss von 553 000 Euro erwirtschaftet, die Bank konnte ihre Bilanzsumme um fast 17 Millionen Euro – das sind 15 Prozent – auf 129 Millionen Euro steigern, und sie wurde von mehreren Rating-Instituten einhellig mit der Note A+ bewertet.

„Die Föhr-Amrumer Bank hat auch das sechste Jahr der internationalen Finanzmarktkrise erfolgreich bestanden und wird ebenso das Wirtschaftsjahr 2014 erfolgreich bestehen“, berichtete Vorstandsmitglied Georg Volta den Mitgliedern. Sein Haus beabsichtige nicht, Gewinne kurzfristig zu maximieren, sondern verfolge seit vielen Jahren langfristige Ziele, stellte Volta in seiner Ansprache den Unterschied der Geschäftspolitik seiner kleinen Regionalbank zu den Auswüchsen im Bankengeschäft heraus, die er scharf kritisierte. „Die alte Tugend der Berechenbarkeit hat sich in die eher neumodische Tugend der sogenannten Kreativität zur Verdeckung von Verlusten gewandelt“, so Volta. „Vor 15 Jahren gaben sich die deutschen Spitzenbanker noch mit einem niedrigen einstelligen Millionenbetrag in D-Mark zufrieden“, ging er mit den heutigen „nicht mehr nachvollziehbaren Gehaltsexzessen“ in den Vorstandsetagen deutscher Banken ins Gericht. Es sei nicht hinzunehmen, dass tadellos geführte Kreditinstitute wie Genossenschaftsbanken oder Sparkassen mit dem von ihnen verwalteten Vermögen für das mithaften, was die schwarzen Schafe der Branche mit ihren Spekulationsblasen angerichtet haben. „Wilde Spekulationsgeschäfte gehören verboten“, forderte Volta.

Voltas Vorstandskollege Marko Reese gab einen Überblick über das Geschäftsjahr 2013 und den bisherigen Verlauf des Jahres 2014. Zum Jahresende 2013 habe die Föhr-Amrumer Bank mit ihren genossenschaftlichen Verbundpartnern für ihre Kunden ein Kreditvolumen in Höhe von 135 Millionen Euro verwaltet, das seien vier Millionen Euro mehr als im Vorjahr, berichtete Rese. Die Kundeneinlagen hätten sich um elf Millionen auf über 85 Millionen Euro erhöht. Darüber hinaus habe die Bank im Geschäftsjahr 2013 für ihre Kunden Wertpapiere im Kurswert von knapp 30 Millionen Euro sowie weitere Vermögenswerte in Höhe von rund 22 Millionen Euro verwaltet.

„Das Kreditgeschäft der Föhr-Amrumer Bank ist getragen von ganz hoher Solidität“, lobte Rechtsanwalt Hartmut Bödecker, der als Prüfer des Regionalverbandes der Genossenschaftsbanken seit 1986 mit der Kontrolle der Jahresabschlüsse der Föhr-Amrumer Bank betraut ist. In diesem Jahr erläuterte Bödecker, der in den Ruhestand geht, zum letzten Mal seinen Prüfbericht, bevor der Jahresabschluss von der Versammlung angenommen sowie Vorstand und Aufsichtsrat entlastet und die beiden Aufsichtsratsmitglieder Arno Hansen und Oluf Dethlefs in ihren Ämtern bestätigt wurden.

Nicht nur Hartmut Bödecker, der von der Versammlung mit Standing Ovations verabschiedete wurde, geht in den Ruhestand, auch Georg Volta kündigte seinen Rückzug an – allerdings erst im Oktober 2016. Sein Nachfolger im Vorstand des Geldinstituts wird aber bereits im kommenden April seinen Dienst bei der Föhr-Amrumer Bank antreten und stellte sich bei der Versammlung den Mitgliedern vor. Dirk Müller ist 49 Jahre alt, stammt aus dem Saarland, hat nach einer Banklehre BWL studiert und arbeitet bei der Volksbank westliche Saar als Bereichsdirektor.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen