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Insel-Bote

22. November 2017 | 06:17 Uhr

Amrum : Sand für den Strand

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Eine wichtige Schutzmaßnahme vor Ban Horn soll noch vor der eigentlichen Sturmsaison abgeschlossen werden. Die Lastwagen nehmen Rücksicht auf die Strandbesucher.

Wie bereits im Frühjahr geplant, läuft seit Mitte September die für den Abschnitt Ban Horn so wichtige Küstenschutzmaßnahme am Norddorfer Kniepsand. Unzählige Lastwagenladungen werden dabei aus einer südlich der Norddorfer Badestelle gelegenen Entnahmestelle über den Strand gen Norden transportiert.

Damit werde der Gefahr entgegengewirkt, dass die Nordsee an diesem Küstenabschnitt durchbrechen und die Norddorfer Marsch fluten könnte, hatte Frank Barten, Leiter des Geschäftsbereichs „Küstenschutz und Häfen: Neubau, Instandhaltung und Betrieb“ mit Betriebssitz Husum, bereits im Frühjahr erklärt.

Derweil wirbt Christoph Decker, stellvertretender Bürgermeister Norddorfs, bei jenen Gästen, die während der Arbeiten ihren Urlaub auf Amrum verbringen, um Verständnis. Man hoffe, dass die Notwendigkeit erkannt werde und sich niemand durch die Speziallastwagen, die im Pendelverkehr über den Kniepsand fahren, in den Urlaubsfreuden stören lasse. Und die Gemeinde sei froh, dass möglichen Gefahren mit einer weiteren Küstenschutzmaßnahme entgegengewirkt würde.

Der baubegleitende Ingenieur Daniel Schade machte klar, dass die Arbeiten nur in einem sehr eingeschränkten Zeitfenster zu realisieren seien. Zudem hätten die umfangreichen Genehmigungsverfahren eine Umsetzung vor der Saison nicht zugelassen. Die Fahrer der Spezial-Lastwagen versuchen, Fahrspuren zu wählen, die außerhalb der Laufwege liegen. Nur an der sehr schmalen Entladungsstelle kreuzen sich mitunter die Wege.

Und die Gäste zeigen Verständnis: „Wir betrachten die Maßnahme mit großem Interesse, zumal sie dazu beiträgt, die Existenz unserer Urlaubsinsel zu sichern. Wir sehen für uns dabei keine Einschränkungen“, erklärte ein Ehepaar beim Strandspaziergang.

Die verantwortlichen Küstenschützer des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) unterstützen damit nach 2014 und 2016 ein weiteres Mal die Sandmaßnahme zur Sicherung des rund 500 Meter langen Küstenabschnitts vor dem Schullandheim Ban Horn. Dies geschieht erneut im Trockenbetrieb. Dabei wird der Sand vom Kniep, gut zwei Kilometer weiter südlich der Badestelle Norddorf, entnommen. Wie wichtig dies ist, haben die ersten Herbststürme mit Orkanböen und großer Naturgewalt deutlich gezeigt.

Das Amt Föhr-Amrum zeichnet ganzjährig für den biotechnischen Küstenschutz auf der Insel verantwortlich. Dazu gehören kontinuierlich Pflanzungen von Strandhafer und das Stellen von Sandfangzäunen. So konnten in den vergangenen Jahren immer wieder große Sandpolster entlang der Küste angehäuft werden. Diese dienen bei hohen Kanten- und Sturmfluten als sich verzehrender Schutz für Amrums Randdünen.

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