In Föhrer Geschäften : Sammelbehälter werden als Mülleimer missbraucht

Drei Tonnen Plastikverschlüsse hat der Wyker Stefan Peetz inzwischen auf Föhr gesammelt.
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Drei Tonnen Plastikverschlüsse hat der Wyker Stefan Peetz inzwischen auf Föhr gesammelt.

Die Rotarier der Insel haben schon drei Tonnen Plastikdeckel gesammelt. Die werden verkauft, der Erlös geht an ein Projekt gegen Kinderlähmung.

shz.de von
27. Juli 2017, 16:51 Uhr

Für Stefan Peetz vom Föhrer Rotary-Club ist die Sammlung von Plastikdeckeln eine Herzensangelegenheit. Denn die bunten Flaschenverschlüsse werden an ein Recycling-Unternehmen verkauft und der Erlös geht an das weltweite Rotary-Projekt gegen Kinderlähmung.

Mittlerweile haben die Föhrer zu den bundesweit gesammelten 180 Tonnen drei Tonnen beigesteuert. Ein Erfolgserlebnis für den Initiator der Föhrer Aktion, das aber zunehmend von Wermutstropfen getrübt wird. „Leider kommt immer mehr Müll in die Sammeleimer, den die Recyclingunternehmen nicht wollen“, berichtet Peetz.

Er kontrolliert die Sammelbehälter, die in Föhrer Geschäften stehen, beim Leeren und findet dabei immer wieder auch Korken, Batterien, Metalldeckel und ähnlichen Müll. „Es sollen nur Deckel von Flaschen und Tetrapacks in die Sammlung mit einem Durchmesser von maximal fünf Zentimetern“, erklärt Peetz. Diese könnten gut verarbeitet werden. „Wenn zuviel Müll oder unbrauchbares Material in der Sammlung ist, bezahlen die Unternehmen deutlich weniger für die Deckel“, berichtet er.

Nun sollen die Sammeleimer mit Aufklebern versehen werden, auf denen deutlich steht, was in die Sammlung gehört.

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