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Tierschutz : Saisonbeginn in der Wyker Igelstation

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Insulaner sollten auf untergewichtige Stacheltiere achten. Die können jetzt noch vor dem Winterschlaf bei Angela Bruchwitz aufgepäppelt werden.

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erstellt am 18.Sep.2014 | 11:45 Uhr

Noch ist es spätsommerlich warm, Herbst und Winter scheinen in weiter Ferne zu liegen. Aber der erste Winzling ist bereits wieder in die Igelstation am Wyker Grünstreifen eingezogen. Der kleine Kerl war allerdings verletzt und so schwach, dass er keine Überlebenschance hatte. Doch „Igelmutter“ Angela Bruchwitz nimmt das Schicksal dieses kleinen Patienten zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass die Igelsaison jetzt wieder beginnt.

Denn um überlebensfähig zu sein, müssen die Stacheltiere sich jetzt schon eine ordentliche Speckschicht angefuttert haben. „Um in den Winterschlaf gehen zu können, muss ein Igel bis Anfang Oktober 500 Gramm wiegen“, weiß die Fachfrau. Sie bittet die Insulaner darum, jetzt schon auf offensichtlich zu kleine Igel zu achten und sie ihr zum aufpäppeln zu bringen Das gleiche gilt für Tiere, die tagsüber angetroffen werden. Denn Igel sind eigentlich nachtaktiv und brechen erst in der Dämmerung zu ihren Beutezügen auf. Igel, die am hellichten Tag unterwegs sind und sich dann womöglich noch nicht mal zur charakteristischen wehrhaften Stachelkugel zusammenrollen, sind sehr wahrscheinlich ausgehungert oder krank und benötigen Hilfe.

Hilfe, die sie bei Bruchwitz in Form von nahrhaftem Futter, Wurmkuren und gegebenenfalls auch weiteren Medikamenten bekommen. Hilfsbedürftige Igel, die ihr um diese Jahreszeit gebracht werden, haben gute Chancen, nicht den ganzen Winter in der Igelstation zu verbringen. Denn gesund gepflegt und dick und rund gefüttert können sie oft schon nach kurzer Zeit in ihrem angestammten Revier wieder in die Freiheit entlassen werden und sich dort selbst ein warmes Nest für den Winterschlaf bauen.

Wer ein hilfebedürftiges Igelchen findet, kann sich bei Angela Bruchwitz unter ✆ 0 46 81/741571 melden, und das bis zum späten Abend. „Bis 22.30 Uhr kann man noch bei uns anrufen“, so Bruchwitz. Für Notfälle steht neben ihrer Haustür am Grünstreifen 25 b ein warm gepolsteter Käfig, in den man den kleinen Findling setzen kann. Der sollte, so Bruchwitz, möglichst auch schon für den Transport in ein warmes Handtuch gewickelt werden.

Wenn dann im Oktober richtig Betrieb in der Igelstation herrscht, bietet Angela Bruchwitz montags und donnerstags um 10 Uhr wieder Führungen an, bei denen man viel über das Leben der Stacheltiere und die Arbeit der Igelschützer erfährt. Ab November soll es dann Führungen nur nach telefonischer Anmeldung geben.

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