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Dänische MInderheit : Rosige Zukunft für die Vyk Danske Skole

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Wyks kleinste Schule stellte sich bei einem Tag der offenen Tür vor. Zurzeit werden dort 18 Kinder in zwei Klassen unterrichtet.

Zehn Elternpaare mit Kindern und teilweise auch mit Großeltern, damit war die Vyk Danske Skole, die dänische Schule in Wyk, voll im Soll. „Wir können echt zufrieden sein“, meinte Birte Knudsen, die Leiterin des dänischen Kindergartens, über den Tag der offenen Tür am Sonnabend. „Alle haben ein großes Interesse gezeigt, alle waren aufgeschlossen.“ Und auch Schulleiter Uwe Nissen war zufrieden: „Das ist genau die Zielgruppe, die wir ansprechen wollen.“ Allerding hat er auch klare Erwartungen, die die Familien erfüllen müssen, damit das Kund die Schule wirklich besuchen kann: „Wir erwarten, dass mindestens ein Elternteil dänisch kann oder bereit ist, es zu erlernen.“

Denn, auch wenn die Vyk Danske Skole als Schule der dänischen Minderheit auf Föhr gegründet wurde, sie steht allen Insulanern offen, die Interesse an der Kultur und am Schulsystem des nördlichen Nachbarlandes haben. Uwe Nissen sieht seine Schule dabei nicht als Konkurrenz zu den übrigen Schulen auf Föhr. „Wir sind die Schule der Dänen und bleiben es auch.“

Derzeit, so berichtet der Schulleiter, werden in dem kleinen Schulhaus in der Wyker Feldstraße 18 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. „Zwei werden nach der achten Klasse im nächsten Jahr auf das Festland wechseln müssen, aber wir werden, nach jetzigem Stand, fünf Einschulungen im nächsten Sommer haben“, berichtet Nissen.

Mit rund 20 Schülern in allen acht angebotenen Jahrgangsstufen ist die Dänische Schule in Wyk eine klassische Zwergschule. „Wir sind entsprechend flexibel. Wenn sich bei uns die zwei Lehrer treffen, ist das gleich die Lehrerkonferenz, und zum Beispiel bei Klassenfahrten können wir sehr spontan sein“, berichtet der Schulleiter. Und außerdem biete der zweisprachige Unterricht auch eine Menge Vorteile, so Nissen. Die Schüler würden so jeweils einen deutschen Abschluss und das dänische Äquivalent erhalten, könnten sich in zwei Kulturräumen zurechtfinden und später sowohl in Deutschland als auch in Dänemark studieren.

Das Abitur kann auf Föhr jedoch nicht erlangt werden, ab der Klasse neun müssen die Jugendlichen dann nach Flensburg wechseln. Ein großes Problem sei das jedoch nicht, so Hausmeister Karl Erich Brodersen. In der Grenzstadt gebe es ein gut ausgestattetes und gut organisiertes Wohnheim für die auswärtigen Schüler der Duborg Skole.

Aber nicht nur dänische Schulbildung ist auf Föhr möglich. Bereits in ganz jungen Jahren können Kinder der dänischen Kultur und Sprache nahegebracht werden. Das Interesse am im selben Gebäude untergebrachten Kindergarten ist groß: Mit zwölf Kindern ist er im Moment voll ausgebucht.

Die Zukunft ist also zumindest mittelfristig gesichert. „Das ist eine gute Entwicklung, über die wir sehr froh sind.“, meint Uwe Nissen.

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