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Insel-Bote

24. August 2017 | 07:04 Uhr

In Wyk : Rolltore: Feuerwehr will sparen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Im Etat des Liegenschaftsbetriebs sind 70 000 Euro für neue Tore eingeplant. Doch die sind offenbar gar nicht nötig.

Ein neuer Anstrich für die Fenster von Veranstaltungszentrum (17  000 Euro) und Jugendzentrum (7000 Euro), Instandhaltung der Holzhäuser im Nordseekurpark (25  000 Euro) oder Reparaturen im Aquaföhr, die nötig sind, um den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten – all das wird über den Etat des städtischen Liegenschaftsbetriebs abgerechnet, der die Grundstücke und gebäude verwaltet, die der Stadt gehören. Zum letzten Mal legte Amtsdirektorin Renate Gehrmann den Haushaltsentwurf des Liegenschaftsbetriebes im Finanzausschuss vor. Gehrmann hatte den Liegenschaftsbetrieb bisher „nebenher“, zusätzlich zu ihren vielen anderen Aufgaben, gemanagt. Ab Juli soll diesen Job ein hauptamtlicher Werkleiter übernehmen.

Der Erfolgsplan des Liegenschaftsbetriebes für das Jahr 2017 schließt mit einem Jahresverlust in Höhe von 117  519 Euro für den Teilbereich ehemalige Kur-Liegenschaften ab. Die Bewirtschaftung der städtischen Liegenschaften erfolgt kostendeckend. Der Vermögensplan umfasst Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1,9 Millionen Euro. Die Stadt muss ihrem Eigenbetrieb in diesem Jahr mit 82  000 Euro unter die Arme greifen.

Die Mitglieder des Finanzausschusses stimmten dem Zahlenwerk einstimmig zu und hatten keinen großen Diskussionsbedarf – mit einer Ausnahme: Holger Frädrich (SPD) war es sauer aufgestoßen, dass die Rolltore am Feuerwehrgerätehaus für 70  000 Euro erneuert werden sollen. Denn diese seien nicht, wie behauptet werde, abgängig, betonte Frädrich, der selbst Feuerwehrmann ist. Lediglich der Antrieb dieser Tore sei defekt und dafür gäbe es keine Ersatzteile mehr. „Aber einen Antrieb kann man austauschen, ohne die ganzen Tore zu erneuern“, erklärte er. Frädrich berichtete den Ausschussmitgliedern dann, dass ein Prüfer den komplettenToren den TÜV versagt habe, aber dieser Prüfer komme von einer Firma, die solche Tore verkauft. Die Feuerwehr wolle deshalb eine zweite Meinung von einem anderen, unabhängigen Prüfer einholen. Es könne also sein, dass die Tore tatsächlich mit deutlich weniger als den veranschlagten 70  000 Euro zu Buche schlagen werden.

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erstellt am 10.Feb.2017 | 19:35 Uhr

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