In Wyk : Rennen und im Meer erfrischen

Fehlt bei keinem Siklvesterlauf: Der Kellner, der ein Sektglas balanciert.
1 von 2
Fehlt bei keinem Siklvesterlauf: Der Kellner, der ein Sektglas balanciert.

Föhrer Sportler waren auch zum Jahreswechsel aktiv. Sie trafen sich zum Silvesterlauf und zum Neujahrsschwimmen.

shz.de von
02. Januar 2018, 07:30 Uhr

Nein, keine riesige Rummelpott-Gruppe rannte da am Silvesternachmittag durch Wyk. Es war ein Tross von gut 100 Läufern, die dem Schmuddelwetter trotzten und das alte Jahr sportlich ausklingen lassen wollten. Kostüme, Verkleidungen oder Masken durften dabei natürlich auch dieses Mal nicht fehlen. Und die Läufer waren wieder sehr kreativ: Von Teufeln über Schweine und andere Tiere bis hin zu Kellnern war quasi alles dabei. Kein Wunder, geht es bei dem Lauf über die knapp fünf Kilometer lange Runde doch nicht um Schnelligkeit sondern um den Spaß.

Für Lisa Neukamm, Hans-Günter Reichstein und Johannes Friedrich aus Bayern gab es zur Verkleidung deshalb keine Alternative: „Es soll ja Spaß machen. Wer sich nicht verkleidet, muss dann auch ernsthaft und schnell laufen“, meinen sie, bevor sie sich als irgendwas zwischen Clown, Läufer und Kinderpuppe auf den Weg machen.

Die Laufstrecke war etwa fünf Kilometer lang. In gemächlichem Tempo, sodass jeder gut mitkam, ging es über den Sandwall und die Große Straße einmal durch die gesamte Wyker Innenstadt. Nach einigen Links- und Rechtskurven landeten die Läufer schließlich auf der Promenade, von wo aus es gegen das Wetter wieder Richtung Wellenbad ging.

Dort gab es dann für alle Teilnehmer eine Urkunde. Wer wollte, konnte sich außerdem danach noch auf einen Punsch in der Stadt treffen, was von einigen auch freudig angenommen wurde.
Die Organisatoren vom Lauftreff waren sehr zufrieden mit ihrer 27. Auflage des Silvesterlaufes: „Schön, dass so viele trotz des Wetters gekommen sind“, meinte Mit-Organisator Klaus Panse, der wie bereits seit fast 20 Jahren mit einem Wanderstock bewaffnet das Läuferfeld anführte und dafür sorgte, das niemand zu schnell unterwegs war: „Ich habe das Gefühl, die Verkleidungen werden von Jahr zu Jahr besser und ausgefallener.“ Hauptsache sei aber, dass alle mit viel Spaß dabei seien.

Spaß hatten auch Mathilda und Charlotte Kroll aus Hamburg, auch wenn die beiden nicht ganz freiwillig in die Laufschuhe geschlüpft sind: „Wir spielen Hockey und müssen dafür ein Laufpensum absolvieren. Und dann machen wir das halt hier.“ Denn in dieser bunten Gruppe sei es allemal lustiger als allein.

Und wer 2018 sportlich ausklingen lassen möchte, kann sich mental schon einmal auf die kleine Laufeinheit einstellen. Denn auch in 363 Tagen, also an Silvester 2018, soll es wieder eine Neuauflage des Silvesterlaufes geben. „The same procedure as every year“, meinte Klaus Panse. Auch dann wird man in der Innenstadt also wieder viele Läufer in verrückten Kostümen entdecken können.

The same procedure dann auch gestern, als sich 418 Mutige zum Neujahrsschwimmen in die eisigen Nordseefluten stürzten. Tausende Zuschauer verfolgten
das Spektakel, über das wir in unserer nächsten Ausgabe noch ausführlich berichten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen