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Attraktion in Utersum : Rekord-Baum leuchtet im Kurpark

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Fast zwölf Jahre lang war der riesige Julbaum in Vergessenheit geraten, doch jetzt erstrahlt er wieder im vollen Glanz.

Fast zwölf Jahre lang war der riesige Julbaum in Vergessenheit geraten, doch jetzt erstrahlt er wieder im vollen Glanz. Bei dem geschmückten Holzgestell handelt es sich nicht um irgendeinen friesischen Weihnachtsbaum, sondern um den größten auf der Welt. Sieben Meter hoch, fünf Meter breit, rund eine Tonne schwer – so steht er da, im Utersumer Kurgarten, trotzt Wind und Wetter. Zumindest wenn man dem Konstrukteur Wolfgang Peters glauben darf. „Wenn er erst einmal steht, dann steht er“, sagt er angesichts des starken Windes. Jenny Sörensen von den Utersumer Frauen ist da etwas vorsichtiger: „Wenn er morgen noch steht, dann fällt mir ein Stein vom Herzen“, meinte sie, als der Baum am Sonnabend aufgestellt wurde. Doch all die Sorgen waren unbegründet. Als am Sonntagnachmittag die erste der vier Adventskerzen angezündet wurde, stand der Baum noch immer und strahlte in der Dämmerung.

Erbaut wurde die Konstruktion aus Holz vor 13 Jahren, zum Flensburger „Tummelum“, bei dem seinerzeit 25 vom Guiness-Buch anerkannte Rekorde aufgestellt wurden. Einen davon holten Wolfgang Peters und Lars Schmidt mit ihrem großen Julbogen, mit dem sie auf die friesische Tradition, aber auch auf die Inseln an sich aufmerksam machen wollten.

Als Werbeträger der nordfriesischen Inseln war der Baum dann ein Jahr später noch einmal im Einsatz. Im Umfeld der Föhr-Amrumer Kulturtage, die – ebenfalls auf Initiative von Lars Schmidt und Wolfgang Peters – im November 2003 an Bord der „Nordfriesland“ an den Hamburger Landungsbrücken stattfanden, wurde der Riesen-Baum an der Mönkebergstraße im Zentrum der Hansestadt aufgestellt und begrüßte dort die Weihnachtsmarktbesucher.

Bis zum 23. Dezember 2003 stand er dort, danach wurde der Koloss nicht mehr gebraucht und lag auseinandergebaut auf einem Dachboden auf Föhr. Vor einem Jahr kam dann die Idee auf, ihn in Utersum wieder zum Leben zu erwecken. Doch auch dieser Gedanke geriet zunächst wieder ins Hintertreffen. Bis dann vor zwei Wochen die Nachricht kam: Der Rekord-Julbogen darf im Kurgarten aufgestellt werden. Eine kurze Zeit, um alles zu organisieren. „Ich bin froh, dass so viele Leute geholfen haben, den Baum nach Utersum zu bringen“, so Sörensen. „Ohne sie hätten wir das nicht geschafft.“ Bei der offiziellen Übergabe des Baumes, der jetzt Utersum gehört, dankte sie noch einmal allen Beteiligten mit ein paar Versen.

Lars Schmidt war froh, den Baum wieder leuchten zu sehen: „Endlich straht er wieder. Es ist ein toller Anblick“, sagte er. Jeden Adventssonntag wird nun eine weitere Kerze angezündet, und bis in den Januar wird der Baum dann im Kurpark leuchten. Zwölf Jahre wird er dann aber nicht liegen bleiben: Bereits nächstes Jahr soll er wieder aufgebaut werden.

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erstellt am 01.Dez.2015 | 20:12 Uhr

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