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Museum Kunst der Westküste : Reise in die Vergangenheit

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

In einem Kunstprojekt begegnen Schüler der Eilun-Feer-Skuul Bildern des Hamburger Fotografen Herbert Dombrowski.

shz.de von
erstellt am 15.Jun.2017 | 13:30 Uhr

Weit zurück liegt für die 43 Schülerinnen und Schüler zweier zehnter Klassen der Eilun-Feer-Skuul (EFS) die Zeit, in der Herbert Dombrowskis Fotografien „Schicht und Striptease“ entstanden, die zurzeit im Alkersumer Museum Kunst der Westküste (MKDW) zu sehen sind. In einem Projekt, das Antonia Invidia initiierte, haben sich die Jugendlichen den 1950-er Jahren, in denen die Bilder entstanden sind, künstlerisch und literarisch angenähert. Die Ergebnisse dieser Begegnung sind heute noch im Alkersumer MKDW zu sehen. Im Anschluss an die Ausstellung „#EilunFeerSkuul&MKdW_Herbert Dombrowski“ sind die Ergebnisse in der Schule zu sehen.

Antonia Invidia absolviert zurzeit ein freiwilliges soziales Jahr Kultur in Alkersum, in dessen Verlauf sie ein Projekt selbst gestalten sollte. Mit ihrem Vorschlag, sich mit den Arbeiten von Dombrowski auseinanderzusetzen, stieß sie bei Jürgen Freytag, dem Fachleiter Kunst an der EFS, auf offene Ohren.

Bei einer Führung durch die Ausstellung wurden die Schüler zunächst in das Schaffen Dombrowskis eingeführt, die Komposition seiner Bilder erläutert und sein erzählerischer Stil herausgearbeitet. Danach teilten sich die Jugendlichen in zwei Gruppen, wobei die eine sich im Deutschunterricht mit Lars Reise und Volker Sonnenberg literarisch betätigte. Sie entwickelten einen Krimi, in dem Figuren von Dombrowskis Bildern verschiedene Rollen spielten. Die Aussagen dieser Figuren, für die auf Basis von Informationen über die 1950-er Jahre fiktive Lebensläufe entwickelt worden waren, zum Geschehen wurden festgehalten. Wie im wirklichen Leben wurden Tatort-Erkenntnisse und Vernehmungen notiert und die Ergebnisse liegen nun im Museum als Broschüre aus.

Der künstlerische Teil des Projektes ist unter anderem in Form von Collagen zu sehen. Die Holzfiguren, die im ersten Stock des Museums zwischen den Bildern zu sehen sind, sind die Silhouetten jener Menschen, die zwischen der Schicht und dem Striptease festgehalten wurden. Sie wurden von den Jugendlichen selbst hergestellt und ausgeschmückt. So sind beispielsweise zwei kleine auf der Straße sitzende Mädchen zu sehen, die als Foto und als Holzfigur eine Rolle spielen.

Für die Besucher der Ausstellung hat das Projekt damit gleich zwei Auswirkungen: Sie erfahren mehr über die Arbeiten Dombrowskis und begegnen zudem den fantasievollen Ergebnissen der Aktion.

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