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grosse nachfrage : Rege Diskussion über das neue Wohngebiet

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

In einer Veranstaltung mit dem Bauausschuss konnten sich die Bewerber über die weitere Vorgehensweise am Kortdeelsweg informieren. Zudem hatten sie Gelegenheit, ihre Wünsche und Vorstellungen einzubringen.

Die Realisierung des Wohngebietes am Kortdeelsweg (Bebauungsplan 51) geht in die nächste Runde. Nach der vorgezogenen Behördenbeteiligung wurde nun im Rahmen einer Informationsveranstaltung die Öffentlichkeit über den Stand der bisherigen Planung informiert.

Die Veranstaltung, zu der der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss geladen hatte, war gut besucht, die Ausbeute allerdings eher verwirrend. Nach dem schleppenden Rücklauf der an alle Haushalte verschickten Fragebögen, deren Auswertung ergeben hatte, dass zwei Drittel der Interessenten auf der Suche nach einer Mietwohnung sind, hatten die Ausschussmitglieder auf weiterführende Erkenntnisse gehofft. Offensichtlich aber waren die „Häuslebauer“ an diesem Abend in der Überzahl, denn von 64 Bewerbern sprachen sich lediglich elf für eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus aus, alle anderen bekundeten Interesse an einem Baugrundstück.

„Ich hatte mir mehr versprochen, vor allem im Bereich der Mietwohnungen“, zeigte sich Paul Raffelhüschen im Nachhinein etwas enttäuscht. Der Wyker Bürgermeister hatte die Anwesenden noch einmal über die Vergabe-Kriterien der Grundstücke, die in Erbpacht zu vergeben sind und die an diesem Abend im Mittelpunkt standen, informiert. Demnach sollen die Grundstücke an Ehe- oder in anderen Lebensgemeinschaften zusammen lebende Paare vergeben werden, bevorzugt an Familien mit Kindern. Die Bewerber sollten Einheimische sein oder in Wyk Geborene, die es wieder auf die Insel zurückzieht. Weiterhin sollte der Arbeitsmittelpunkt in Wyk sein und die Familie über kein anderweitiges Eigentum verfügen. Die Höhe der Erbpacht werde bei zirka vier Euro pro Quadratmeter und Jahr liegen, so Raffelhüschen.

Zuvor hatte Bauamtsmitarbeiter Ulrich Schmidt einen Überblick über die bisherige Entwicklung gegeben und das weitere Vorgehen skizziert. So müsse der Entwurf des Bauausschusses, in den die Ergebnisse der Behörden- und der Beteiligung der Öffentlichkeit einfließen, für den Zeitraum von vier Wochen öffentlich ausliegen und 35 Behörden als Träger öffentlicher Belange zur Stellungnahme zugeleitet werden. Gäbe es keine Änderungen am Planentwurf, könnten im Herbst die ersten Bauanträge gestellt werden. Parallel, so Schmidt, soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres die technische Erschließung vorangetrieben werden, so dass 2014 mit der Umsetzung begonnen werden könnte.

Auf der Grundlage der bisherigen Vorbereitungen und der Ergebnisse der Informationsveranstaltung soll nun eine detailliertere Planung durch Janina Kranicz vom Bau- und Planungsamt Husum erfolgen. Darauf einigten sich die Mitglieder des Bauausschusses auf ihrer jüngsten Sitzung. Die überbaubaren Flächen sollen großflächig ausgewiesen werden, innerhalb derer alle Bauformen möglich sein sollen. Hier wich man von den ursprünglichen Vorstellungen ab, die vorsahen, Einfamilien-, Doppel- oder Mehrfamilienhäuser räumlich voneinander abzugrenzen – innerhalb einer überbaubaren Fläche sollen nun verschiedene Baukörper möglich sein. Empfohlen wurde eine großzügige Baugrenzenfestlegung, innerhalb derer verschiedene Bauweisen möglich sein können.

Ebenso wie die „Ghettobildung“ wollen die Ausschussmitglieder auch den Neidfaktor minimieren. Die frei verkäuflichen Grundstücke sollen deshalb nicht, wie ursprünglich geplant, in einem rund 9000 Quadratmeter großen Sondergebiet als „Luxusgebiet“ zusammengefasst werden. Vielmehr sollen drei Bereiche geschaffen werden, die nicht räumlich zusammenhängen.

 

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erstellt am 26.Aug.2013 | 19:16 Uhr

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