Wyk/Föhr : Rebbelstieg bleibt weiter Holperstrecke

Kein Geld: Der vielbefahrene Rebbelstieg bekommt keine neue Fahrbahndecke.  Foto: Petra Kölschbach
Kein Geld: Der vielbefahrene Rebbelstieg bekommt keine neue Fahrbahndecke. Foto: Petra Kölschbach

Seit Jahren fordern Wyker Politiker eine Sanierung des maroden Rebbelstiegs. Nun sollte das Projekt in Angriff genommen werden. Doch nachdem die Baukosten inzwischen mehr als doppelt so hoch veranschlagt wurden wie zunächst geschätzt, wurde es wieder auf Eis gelegt.

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13. August 2009, 12:03 Uhr

Wyk | Fast beiläufig setzte Wyks Bürgermeister Heinz Lorenzen die Stadtvertreter davon in Kenntnis, dass der städtische Finanzausschuss den Ausbau des Rebbelstiegs abgelehnt hat. Begründung: Statt der geschätzten 230 000 wurden rund 520 000 Euro an Baukosten ermittelt. Zu viel für die klamme Stadtkasse.

"Wir werden jetzt dort, wo dringend Bedarf besteht, tätig werden", kündigte der Bürgermeister im Pressegespräch aber zumindest Notmaßnahmen an. So sollen etwa die Verkehrsberuhigungsschwellen ("Hubbel") geglättet werden.

Zudem untersucht - wie berichtet - ein sogenanntes Straßenmanagement künftig, was wann und wo auf den städtischen Fahrbahnen gemacht wird. Lorenzen: "In dieses Konzept wird selbstredend auch der Rebbelstieg eingebunden."

Offen ist auch noch, wann die neue Befahrensregelung in der Fußgängerzone in Kraft tritt. Derzeit prüft die Kommunalaufsicht, ob der gefasste Beschluss mit der "Widmung" der Fläche als Fußgängerzone überhaupt vereinbar ist.

Derweil wurde die von allen Parteien gefasste Resolution gegen die CO2-Endlagerung in Nordfriesland an den Kreistag, die schleswig-holsteinische Landesregierung, den Bundestag sowie deren Abgeordnete verschickt. Dazu ließ bislang die Landesregierung verlauten, sie habe das Schreiben an die einzelnen Fraktionen weitergeleitet.

In diesem Zusammenhang gab CDU-Fraktionssprecher Ulrich Bork eine persönliche Erklärung ab. Darin dementierte er zuvor von der Föhrer SPD-Vorsitzenden Annemarie Linneweber gemachte Äußerungen, wonach sich der nordfriesische CDU-Bundestagsabgeordnete Ingbert Liebing "im Bundesrat für die CSS-Technologie ausgesprochen" habe. Dies sei für die Wyker CDU-Mitglieder auch der Grund gewesen, den von Linneweber organisierten Demonstrationen gegen das Endlager fernzubleiben.

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