Hospiz-Initiative Föhr Amrum : Raum der Begegnung eröffnet

Vorstand und Besucher hoffen, dass keine Schwellenangst aufkommt.
Vorstand und Besucher hoffen, dass keine Schwellenangst aufkommt.

Die Einweihung des Zentrums ist die Erfüllung eines lange gehegten Wunsches. Austausch und Beratung sollen im Mittelpunkt stehen.

Avatar_shz von
27. Juni 2015, 09:00 Uhr

„Bisher hatten wir nur eine Postadresse in Wyk, aber nun sind wir vor Ort erreichbar und ansprechbar.“ Pastor Jörg Weißbach, Vorsitzender der Hospiz-Initiative Föhr-Amrum, freute sich, das kleine Zentrum als Raum der Begegnung eröffnen zu können. In der Wyker Nicolai-Straße 1, in einem Büro, das kostenlos zur Verfügung gestellt wird, hatten sich nicht nur die Mitglieder, sondern zahlreiche Interessierte versammelt, darunter Amtsdirektorin Renate Gehrmann und Stefan Peetz. Er kam als Vertreter der insularen Rotarier, die das Palliativ-Zimmer im Wyker Johannes-Haus ermöglicht hatten.

Die Einweihung des Zentrums ist die Erfüllung des lange gehegten Wunsches nach einem Raum, der Möglichkeiten zur Begegnung, zum Austausch und zur Beratung bietet. Vorstandsmitglied Hella von Fehrn verwies darauf, dass dieses Büro an jedem Montag und Donnerstag von 16.30 bis 18 Uhr für Interessierte geöffnet sein wird. Dabei fungiert Ingeborg Meis, die Koordinatorin der Hospiz-Initiative, als Ansprechpartnerin, die auch Fragen zur Hospizarbeit beantwortet sowie über Bildungsangebote oder die Ausbildung der Ehrenamtlichen zu ambulanten Hospizhelfern informiert. „Wir haben zurzeit 18 ehrenamtliche Betreuer“, berichtete die Vertreterin des Vorstandes in diesem Zusammenhang. Dabei sei niemand, der die Ausbildung zum ambulanten Hospizhelfer absolviert hat, zum Einsatz verpflichtet.

„Mit unserem neuen Raum im Zentrum der Stadt Wyk wollen wir alle Menschen ansprechen und hoffen, dass hier auch keine Schwellenangst aufkommt“, erklärt Hella von Fehrn. Die Gäste bei der Eröffnung zeigten auf jeden Fall keine Berühungsängste. Vielmehr nutzen sie nicht nur die Gelegenheit zum Klönen, sondern auch die Möglichkeit, sich an den Stellwänden über die Entwicklung der seit 2007 existierenden Hospiz-Initiative Föhr-Amrum zu informieren. Dokumentiert wurde die Geschichte der Initiative anhand zahlreicher Zeitungsausschnitte und anderer Dokumente.

Informiert wurde auch über das Trauercafé „END-LICH“, das montags von 15.30 bis 17 Uhr im Nieblumer „Alten Landhaus“ Trauernden die Möglichkeit bietet, andere Menschen zu treffen, mit ihnen zu reden oder auch zu schweigen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen