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Silvester auf Föhr und Amrum : Raketen, Fete – und ein Mond

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Stimmungsvoller Jahreswechsel auf den Inseln: Zigtausende Insulaner und Gäste feierten gemeinsam. Der Rettungsdienst hatte dieses Mal nicht viel zu tun.

Schöner hätte die Kulisse kaum sein können: sternenklarer Himmel, kaum Wind und dazu laue Temperaturen. Als dann noch zu Mitternacht der Mond hinter den Wolken hervortrat war alles für einen perfekten Jahreswechsel vorbereitet. Den Rest taten Insulaner und Urlauber dann selbst: Mit Raketen und Böllern lieferte man sich am Föhrer Strand teils Wettkämpfe um den lautesten Kracher, während vor der Amrumer St.-Clemens-Kirche lediglich die Sektkorken knallten und das neue Jahr mit Wunderkerzen begrüßt wurde. Im Sekundentakt explodierten dagegen am Wyker Sandwall die Raketen und zeichneten bunte Sterne auf den Nachthimmel.

Bei den Feiernden, unter die sich auch wieder einige Kenkner in ihren phantasievollen Kostümen gemischt hatten, kam das bunte Durcheinander gut an: „Schön, lang, hell – einfach klasse.“, meinte zum Beispiel Guido Wissel, der das Spektakel aus halbwegs sicherer Entfernung betrachtete. Und auch Margret Panse war begeistert: „Das Feuerwerk war echt genial dieses Mal. Es war länger als die letzten Jahre und schön abwechslungsreich.“

Doch nicht nur während des Feuerwerks war die Stimmung gut. Die „Supreme“-Band, die schon beim Hafenfest für gute Laune gesorgt hat, traf auch dieses Mal wieder mit ihrem Mix aus klassischen Party-Hits und modernen Songs den Nerv des Publikums und heizte ordentlich ein. Schon weit vor Mitternacht hatten sich hunderte Menschen vor derKurmuschel versammelt, um die letzte Fete des Jahres 2015 und gleichzeitig die erste Fete des Jahres 2016 zu feiern. Während draußen mit Livemusik das Jahr 2016 begrüßt wurde, legte im Kurgartensaal DJ Ralli seine Platten auf. Auch bei ihm gab es einen Mix aus Schlagern, Oldies und aktuellen Hits und auch hier feierten die Leute bis tief in die Nacht.

Wie in jedem Jahr gab es aber auch am Donnerstagabend wieder ein logistisches Problem: Zwischen den beiden Party-Polen gab es ein riesiges Gedränge. An ein zügiges Durchkommen war nicht zu denken. Aber die Besucher der Festmeile ließen sich auch davon nicht die gute Laune verderben. „Die Stimmung hier ist echt genial und die Musik ist auch gut“, meinte zum Beispiel Christa Jacobsen. Zusammen mit ihren Freundinnen genoss sie die ausgelassene Atmosphäre. „Die Party hier ist echt klasse.“, fand auch Barbara Pohlmann. „Gute Musik, nette Leute, einfach super.“ Außerdem fiel ihr auf, das auf dem Sandwall selbst zum Glück relativ wenig geböllert wurde: „Es gibt erstaunlich wenige Knaller, die in der Menge gezündet werden. In den letzten Jahren war das mehr.“, meinte sie.

Eine ähnliche Bilanz zog am nächsten Morgen auch Matthias Clausen vom Rettungsdienst: „Über die Nacht ist alles ruhig geblieben, wir hatten nichts silvesterspezifisches zu tun.“ In den letzten Jahren war dies anders, als die Rettungsassistenten mehrfach zu Unfällen mit Raketen oder Ähnlichem gerufen wurden. „Aber in diesem Jahr muss man echt sagen, dass es außergewöhnlich ruhig war, zum Glück“, so Clausen weiter.
Es war also für alle eine rundum gelungene Party. Ohne große Zwischenfälle und mit reichlich vielen Raketen genossen einige tausend Menschen den Jahreswechsel auf dem Sandwall. Gefeiert wurde noch bis tief in die Nacht und auch am frühen Morgen hörte man vereinzelt noch Raketen. Der Mond strahlte da noch immer hell vom Himmel.

Auf Amrum liefen am Silvestertag die Vorbereitungen für das Hulken in den Häusern auf Hochtouren, da einige bestellte Kostüme nicht rechtzeitig mit der Post angekommen waren. So plünderten viele nochmal die altbekannten Hulk-Kisten zu Hause und erfanden spontan wieder neue Verkleidungen. In der Dämmerungszeit kamen die ersten kleinen Hulken in die Häuser und bekamen, nach dem erraten wurde, wer sich hinter den phantasievollen Masken verbarg, eine Süßigkeit. Nahtlos ging es über zu den jugendlichen und erwachsenen Hulken, die auch in diesem Jahr wieder eine unglaubliche Kreativität in ihre Kostüme gelegt hatten. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und so standen hunderte von Gästen und Insulanern an der Nebeler Kirche, als die Uhr zwölf Mal schlug. Auch auf der Hüttmann-Wiese in Norddorf kamen rund 500 Menschen zusammen, um gemeinsam das Jahr 2016 zu begrüßen.

Friedlich und stimmungsvoll begann das neue Jahr auf den Inseln, zumal sich nur wenige nicht an das Feuerwerksverbot gehalten hatten, das auf Amrum überall und auf Föhr mit Ausnahme der Strände und Deiche galt. Am Neujahrstag lüfteten dann bei strahlendem Sonnenschein viele ihren Kopf bei einem Strandspaziergang oder beim Wyker Neujahrsschwimmen, über das wir noch ausführlich berichten werden.

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