Radfahrer im Visier der Wyker Polizei

Die Beamten stießen mit ihrer Aktion nicht immer auf Verständnis.
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Die Beamten stießen mit ihrer Aktion nicht immer auf Verständnis.

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23. August 2013, 09:49 Uhr

Mit einem zweitägigen landesweiten Einsatz hat die Polizei in Schleswig-Holstein die Fahrradfahrer kontrolliert. Auch die Föhrer Beamten waren an dem Einsatz beteiligt und der Wyker Polizeichef Udo Höfer sprach im Nachhinein von einem „ganz dicken Brett, das wir bohren mussten“.

An beiden Tagen hätten Fahrrad- und Fußstreifen die Radler kontrolliert und jene, die sich verkehrswidrig verhielten, angesprochen. 24 Zweiradfahrer seien schriftlich verwarnt worden, überwiegend wegen Fahrens in der Fußgängerzone oder auf dem Gehweg. Dazu seien einige mündliche Ermahnungen gekommen. Keine hohe Zahl, angesichts der vielen Gäste auf der Insel, aber deutlich mehr als in der Vergangenheit, so das Fazit des Polizeichefs.

Keine leichte Aufgabe für die Ordnungshüter, denn die angesprochenen Zweiradfahrer seien nicht nur uneinsichtig, sondern auch aggressiv und teilweise beleidigend gewesen. Als „Abzocke“ der Gäste sei die Aktion von einigen bezeichnet worden und es habe jedes Verständnis für die Kontrollen gefehlt. „Fast jedes Gespräch führte zu langen Diskussionen, die den Beamten Geduld und Kondition abforderte.“ Hintergrund des landesweiten Einsatzes war die Bekämpfung der Hauptunfallursachen.

Darüber hinaus führten die Beamten Geschwindigkeitskontrollen mit dem Laser-Messgerät durch, der Schwerpunkt lag hier bei Schulen und Kindergärten. 16 Autofahrer mussten schriftlich verwarnt werden, mussten zum Teil ein Bußgeld oder sogar einen einmonatigen Entzug der Fahrerlaubnis in Kauf nehmen.

Als „Beifang“ wurden drei Autofahrer wegen Missachtung der Anschnallpflicht zur Verantwortung gezogen und mit einem Verwarnungsgeld bedacht.

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