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Lesung in Wyk : Publikumsnah und bestens gelaunt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Bereits zum siebten Mal las der Autor Janne Mommsen auf Föhr. Auch in seinem neuen Buch kommt die Insel nicht zu kurz.

Für Janne Mommsen war es ein altbekanntes Bild: Viele Zuhörer, die gespannt seinen Erzählungen lauschten und über die wohlgesetzten Pointen lachten. Es war bereits seine siebte Buchpräsentation auf Föhr, die er am Abend des Ostersonntags gab, und natürlich spielt in allen sieben Geschichten die grüne Insel mit dem weißen Strand in der „Friesischen Karibik“ die Hauptrolle.

Wer die Bücher gelesen hat, wird viele Plätze und auch Situationen aus dem Insel-Alltag wiedererkennen. Und auch wenn mitunter der Ort des Geschehens ein bisschen verdreht scheint, der Charakter der Insulaner ein bisschen überspitzt oder plump daherkommen mag, so erfahren die Leser in all den Erzählungen stets auch das eine oder andere Wahre über Föhr.

So auch in dem neuesten Buch des Autors, der in Wirklichkeit Volkmar Nebe heißt, aber bereits seit vielen Jahren unter dem Pseudonym Mommsen schreibt. „Zwischen den Bäumen das Meer“ ist allerdings nicht nur auf der Insel angesiedelt. Ein nicht gerade kleiner Teil der Handlung spielt in einem Wald bei Kellinghusen, wo Tom, ein verschrobener Waldliebhaber, wohnt. Über Umwege kommt er mit der Föhrerin Annkathrin in Kontakt, die nach überstandener Krankheit gemeinsam mit Tom eine Konzertreihe organisieren soll. Zudem möchte sie ihren elterlichen Hof in ein Wellnesshotel umbauen. Ein Plan, für dessen Umsetzung sie auf der Insel jede Menge Überzeugungsarbeit leisten muss.

Gekonnt lässt Mommsen die Geschichte um die beiden Charaktere kreisen, um sie schließlich geschickt immer weiter zu verweben. Föhr kommt in dem Buch natürlich nicht zu kurz, und so lässt der Autor eine auch im wahren Leben nicht zu verleugnende gewisse Konkurrenz zwischen Wyk und Föhr-Land durchblicken oder stellt die Kreditsuche mal auf (etwas übertriebene) friesische Weise dar.

Jürgen Huß, Organisator der Lesung, war begeistert. „Wenn alle Autoren so wären wie Janne Mommsen, dann wäre das ein Traum.“, stellte er mit einem Strahlen in den Augen fest.

In der Tat verstand es Mommsen, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Lebendig las er einige Passagen aus verschiedenen Kapiteln des Buches und erzeugte durch immer wieder eingestreute Witze eine lockere Atmosphäre. Auch während der Signierstunde in der Pause und nach der Lesung zeigte er sich publikumsnah und kam mit seinen Lesern ins Gespräch.

Im kommenden Jahr wird Janne Mommsen ein weiteres Inselbuch vorstellen: In „Seeluft macht glücklich“ wird er erneut über Föhrer Gepflogenheiten und mehr oder weniger typische friesische Situationen schreiben und so seinen Lesern einen weiteren Einblick in das etwas andere Inselleben gewähren.

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erstellt am 30.Mär.2016 | 19:30 Uhr

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