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Naturfilm-Festival : Publikum trotz Panne total begeistert

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Bei der Green-Screen-Matinee konnten wegen technischer Probleme nur zwei Filme gezeigt werden. Beide beeindruckten die Zuschauer.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2015 | 11:45 Uhr

„Ich hatte die Filme zuerst nur auf dem Laptop gesehen und fand sie wunderschön. Wenn man aber diese Naturbilder auf der großen Kinoleinwand erlebt, ist dies ein noch viel eindrucksvolleres Erlebnis“. Michael van Bürk, Presssesprecher des Eckernförder Naturfilmfestivals „Green Screen“ nutzte gestern Vormittag die Matinee im Kino am Wyker Sandwall, um Naturfilme zu genießen, die für den Publikumspreis des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) nominiert sind.

Trotz des strahlenden Wetters hatten sich über 80 Urlauber und Insulaner zu dieser Veranstaltung versammelt, die zum vierten Mal im Wyker Kino angeboten wurde. Petra Kölschbach, Redakteurin des Insel-Boten, konnte sich dann auch in ihrer Begrüßung darüber freuen, dass die Zahl der Besucher kontinuierlich steigt. „Wer einmal diese tollen Arbeiten der Naturfilmer gesehen hat, will sie nie mehr missen“, so Kölschbach, die sich ganz besonders bei Thomas Dethlefsen dafür bedankte, dass er sein Kino erneut für diese Vorführung öffnete und sich für deren Erfolg einsetzte.

In 14 Orten Schleswig-Holsteins werden die Bewerber um den sh:z-Publikumspreis gezeigt, die zuvor von einer Jury nominiert worden sind. Rund 4000 Zuschauer werden bei dieser Tournee erwartet, informierte van Bürk, der allerdings einen Wermutstropfen in die Vorfreude des Publikums gießen musste. „Aus technischen Gründen können wir nur die Filme über Sri Lanka und über die Seekühe zeigen“. Der dritte Wettbewerbsbeitrag über ein Dorf im Storchenfieber konnte trotz aller Bemühungen nicht vorgeführt werden. „Dieses Missgeschick hat es in all den Jahren noch nie gegeben“, musste ein etwas gestresster Pressesprecher feststellen. Früher habe man die Filmrollen unter dem Arm mitnehmen können und wenn ein Film riss, wurde er geklebt, während heute alles auf Festplatte und hoch kompliziert sei. Man habe die ganze Nacht gearbeitet, um das Problem zu beheben, aber ohne Erfolg.

Der Ausfall des dritten Filmes bedeutete, dass die Wyker Kinobesucher außer Konkurrenz nur für zwei Filme votieren konnten. Doch die Zuschauer ließen sich nicht verdrießen und freuten sich über „Hamiltons Abenteuer – Seekühe einmal anders“ sowie „Wildes Sri Lanka - Waldwelt“.

„Der Film über Sri Lanka war einfach hinreißend“, urteilte Monika Kyas, eine der Zuschauerinnen, am Ende der Vorstellung. „Die Aufnahmen, vor allem die von den Insekten, waren besonders eindrucksvoll und auch die Musik passte hundertprozentig“.

Nicht ganz so wohlwollend fielen einige Bemerkungen über den Seekuh-Film aus. „Die Geschichte war sehr konstruiert“, so eine weitere Zuschauerin. Eifrig machte das Wyker Publikum dann von seinem „Stimmrecht“ Gebrauch. Welcher der beiden gestern gezeigten Filme den Insulanern am besten gefallen hat, wird aber erst verraten, nachdem am 12. September im Rahmen des Eckernförder Festivals der mit 1000 Euro dotirte sh:z-Publikumspreis vergeben wurde.

In einem sich das Publikum gestern Vormittag einig: Diese Matinee im Vorfeld des 9. Internationalen Naturfilmfestivals Eckernförde, das am 10. September beginnt, war ein eindrucksvolles Erlebnis. Michael van Bürk versprach, im nächsten Jahr erneut nach Wyk zu kommen – dann wieder mit drei Wettbewerbsbeiträgen.

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