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Insel-Bote

20. August 2017 | 20:07 Uhr

Standpunkt : Provinz-Posse

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Langsam wächst sich das Ringen um eine neue Tourismusstruktur auf Föhr zu einer Provinz-Posse aus. Da streiten Stadt und Landgemeinden über Jahre, fühlt sich hier jemand übervorteilt und traut da der eine dem anderen nicht. Dann gelingt es endlich, alle Akteure wieder in ein gemeinsames Boot zu holen und nun spielt die Aufsichtsbehörde nicht mit.

Verwaltungsfachleute und Juristen haben an dem neuen Konstrukt mitgewirkt. Hätten die nicht ahnen müssen, dass das, was sie da vorgelegt haben, Fallstricke enthält? Haben sie schlampig gearbeitet? Waren sie allzu blauäugig? Oder waren sie einfach nur froh, als endlich auf Föhr wieder alle an einem Strang zogen und wollten – nach dem Motto „Augen zu und durch“ – das Ding nur noch vom Tisch haben?

Nun, den Insulanern, deren wichtigste Lebensgrundlage der Fremdenverkehr ist, kann egal sein, wer oder was für

die neuerlichen Verzögerungen verantwortlich ist. Für sie zählt nur, dass

ganz schnell wieder arbeitsfähige

Strukturen geschaffen werden und

die Touristiker sich endlich wieder ihren eigentlichen Aufgaben widmen können.

Denn wenn die Gäste erst mal wegbleiben, braucht die Insel Föhr auch

keine neuen Tourismus-Organisationen mehr.

Spätestens dann würde aus der Posse ein Trauerspiel.

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erstellt am 14.Feb.2015 | 20:20 Uhr

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