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Wyk: Bürger-sorgen : Protest gegen Strandbebauung

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Anwohner kritisierten in der Stadtvertretersitzung den Bebauungsplan für die Wassersportzentren als überdimensioniert. Damit wurde die Änderung des B-Planes 46, die eigentlich gar nicht Thema des Abends war, wurde Gegenstand der Debatte.

Zwar standen einige Beschlüsse zur Änderung von Bebauungsplänen auf der Tagesordnung der jüngsten Stadtvertretersitzung, die ohne weitere Diskussion verabschiedet wurden. Doch die Änderung des B-Planes 46, die eigentlich gar nicht Thema des Abends war, wurde Gegenstand der Debatte. Zur Sprache kam diese Änderung, die den Strandbereich und dabei speziell das Sondernutzungsgebiet „Wassersportzentrum mit Strandbewirtschaftung“ umfasst, im Rahmen der Einwohnerfragestunde. Befürchtet wurde, dass bei einer Ausdehnung nicht mehr ausreichend Platz für Strandkörbe zur Verfügung stehe. Die im Plan erlaubte Gebäudehöhe von vier Metern stieß auf Kritik und schließlich wird auch ein Gefahrenpotenzial durch die intensivere Nutzung als Wassersportzentrum befürchtet.

Peter Schaper, SPD-Stadtvertreter und Betreiber eines Betriebes in diesem Gebiet, verwies darauf, dass zwar von Seiten der Stadt gewisse Erweiterungen geplant seien. „Von Pfahlbauten mit einer Höhe von vier Metern war nie die Rede“, so Schaper. Da die Einspruchsfrist gegen die Änderung des B-Planes Anfang Oktober abläuft, forderte Heinz Lorenzen (KG) die Interessierten auf: „Schreiben sie alles auf, was sie stört und was wichtig für die Festsetzung des B-Planes ist“.

Beim Bauamt des Amtes Föhr-Amrum war auf Nachfrage zu erfahren, dass mit der geplanten Änderung die Erweiterung des Gebietes ermöglicht werden soll. Was die erlaubte Gebäudehöhe angehe, sei im Plan keine Änderung vorgesehen, da die bereits vorhandenen Bauten bereits vier Meter hoch seien. Die Entwicklung der Nutzung im Bereich des Wassersports sei auch nicht Gegenstand des B-Planes, heißt es aus dem Bauamt weiter. Sie müsse im Konzessionsvertrag mit dem städtischen Hafenbetrieb festgeschrieben werden.

Zum erneuten Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für den B-Plan 51, das geplante Neubaugebiet am Kortdeelsweg, erläuterte die Bauausschuss-Vorsitzende Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG), dass auch am Fehrstieg Ferienwohnungen gewünscht würden. Zwar würden im Neubaugebiet Erbpachtverträge für Dauerwohnungen angestrebt, doch eine 40-prozentige Nutzung für Ferienwohnungen und nicht störende Gewerbebetriebe sollte „ausnahmsweise“ zugelassen werden. Die Planung der Erschließung, so Ofterdinger-Daegel, soll heute um 17 Uhr in der Sitzung des Bauausschusses beraten werden, um möglichst bald einen Satzungsbeschluss möglich zu machen.

Einstimmig sprachen sich die Wyker Stadtvertreter auch dafür aus, in der lokalen Aktionsgruppe Aktiv-Region Uthlande mitzuarbeiten und die entsprechende Mittel, 1,67 Euro pro Einwohner, jährlich aufzubringen.

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erstellt am 24.Sep.2014 | 13:00 Uhr

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