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Chef-Visite in Alkersum : Private Führung für den Landeschef

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ministerpräsident Torsten Albig war wegen des Geburtstages des Friisk Funk auf die Insel gekommen. Doch er nutzte die Gelegenheit auch zu einem Rundgang durch das Museum Kunst der Westküste.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2015 | 15:00 Uhr

Die Feier zum fünfjährigen Bestehen des Radiosenders Friisk Funk in Alkersum war für Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig der eigentliche Anlass, die Insel Föhr zu besuchen. Da jedoch nicht nur dieser Sender, sondern auch das benachbarte Museum Kunst der Westküste (MKDW) eng mit dem Namen Paulsen verbunden ist, bot es sich für den Ministerpräsidenten dann auch an, dieses Museum zu besuchen, das, ebenso wie der Friisk Funk, eine Erfolgsgeschichte darstellt.

Da auch der Museumsstifter, Professor Dr. Frederik Paulsen junior, wegen des Friisk-Funk-Jubiläums auf die Insel gekommen war, wurde der Rundgang durch die Ausstellungsräume gemeinsam absolviert. Als kompetente Führerin fungierte dabei die Museumsdirektorin Professor Dr. Ulrike Wolff-Thomsen, und auch Professor Dr. Volkert Faltings, Vorsitzender der Alkersumer Ferring-Stiftung, wollte sich diese Präsentation im kleinen Kreis nicht entgehen lassen.

Zum Auftakt dieser Privatführung ging es zunächst weniger um die Kunst, sondern um die Entstehungsgeschichte des MKDW, wobei Ulrike Wolff-Thomsen auch auf die alten Bäume und die Rosenbüsche im Garten verwies, deren Schutz und Erhalt nicht nur während der Bauzeit, sondern auch heute noch ein wichtiges Anliegen sei.

Sichtlich beeindruckt war Torsten Albig von der ersten Station des Rundganges, den Bildern des französischen Fotografen Denis Rouvre „Japan nach dem Tsunami“. Dazu erläuterte die Museumsdirektorin ausführlich, wie die Porträts der Überlebenden dieser Katastrophe entstanden sind. „Nur die Stärksten haben dem Fotografen ihre Tür geöffnet, um sich fotografieren zu lassen. Für sie, die alles verloren haben, bedeuten diese Fotos aber auch den Auftakt zu einem Neuanfang“, meinte Wolff-Thomsen, die auch deutlich machte, dass schwarz als Hintergrundfarbe der Porträts nicht von ungefähr kommt. „Die Farbe des Tsunami ist schwarz“, lautete die Aussage eines Überlebenden.

Auch die anschließende Präsentation der Bilder von Hans Peter Feddersen stieß beim Ministerpräsidenten auf großes Interesse. Wobei er nicht einfach vorbeilief, sondern sich auf die einzelnen Bilder einließ. „Sie sind nicht auf unsere Installation eines Heuhaufens hereingefallen“, konstatierte die Museumsdirektorin, um darauf zu verweisen, dass der zwischen den Feddersen-Bildern aufgetürmte „Heuhaufen“ aus Papier bestehe. „Wir hatten es auch schon einmal“, berichtete sie weiter, „dass eine Besucherin mit schwerstem Heuschnupfen darauf reagierte“.

Fasziniert zeigte sich Albig davon, dass die Video-Arbeiten der amerikanischen Künstlerin Nan Hoover, die sich von den Arbeiten Feddersens recht unterscheiden, bei den Besuchern des Museums ebenfalls ungeteilte Aufmerksamkeit genießen. Auch hier nutzte er die Gelegenheit, sich ausführlich über das Schaffen dieser Pionierin der Videokunst zu informieren.

Seine Eindrücke dieses Besuches im Alkersumer MKWD fasste der Ministerpräsident abschließend im Gästebuch des Hauses zusammen: „Es ist eine große Freude, dieses wundervolle Haus zu besuchen.“

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