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In Wittdün : Postagentur wurde geschlossen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Bürgermeister Jürgen Jungclaus hofft auf einen neuen Betreiber. Für ganz Amrum gibt es jetzt nur noch eine Agentur in Nebel.

Seit dem 1. Januar existiert die Postagentur in der Inselstraße nicht mehr und das Angebot der Deutschen Post reduzierte sich auf Amrum auf lediglich eine Agentur in Nebel. Inzwischen wurde auch der vor der einstigen Agentur montierte Briefkasten abgebaut. Die Dichte der aufgestellten Kästen reiche aus und dieser sei an die Agentur gebunden gewesen, verriet ein Mitarbeiter der Post bei der Demontage.

Bürgermeister Jürgen Jungclaus berichtete, dass er Ende des vergangenen Jahres von der Zentralstelle der Post in Hamburg über die anstehende Aufgabe der Agentur durch die bisherige Betreiberin informiert worden sei. Zudem habe die Post gefragt, ob er eventuell jemanden wüsste, der für den Betrieb einer Postagentur infrage käme. „Es waren dann auch Mitarbeiter zu Gesprächen auf der Insel, konnten aber bei ihrer Akquise keinen Geschäftsinhaber in Wittdün als neuen Betreiber gewinnen“, berichtet Jungclaus. „Es ist sehr bedauerlich, dass wir nach derzeitigem Stand, der mir von offizieller Seite der Zentralstelle der Post in Hamburg vorliegt, mit nur noch einer Postagentur auf Amrum auskommen müssen. Damit ist leider eine Serviceleistung für Insulaner und Gäste verloren gegangen“, so der Bürgermeister. Für ältere Insulaner und Menschen ohne Fahrzeug bedeute diese erneute Ausdünnung eine deutliche Erschwernis. Der Versand eines Paketes stelle da schon eine logistische Anforderung dar. Die Inanspruchnahme der Hilfe von Dritten werde nötig. „Beim Versand von Koffern per Post werden Serviceleistungen privater Unternehmen angeboten“, empfiehlt der Bürgermeister.

„Wir können als Gemeinde leider nicht in diesen Prozess eingreifen“, erklärt Jungclaus. Das Geschäftsverhältnis bestünde ausschließlich zwischen der Post und einem Agenturbetreiber. Die Gemeinde könne keinen Druck ausüben und auch selbst diese Aufgabe nicht übernehmen, da sie die Mindestanforderungen an den Service zu den vorgegebenen Öffnungszeiten nicht leisten könne. Hier seien vielmehr private Geschäftstreibende mögliche Vertriebspartner, so seine Hoffnung, dass Gerüchte, es gäbe doch jemanden, der den Service weiterführen würde, Realität werden könnten.

André Kruse, der die Postagentur in Nebel seit Februar 2009 betreibt, wollte zu Spekulationen über eine Zweigstelle in Wittdün keine Stellung nehmen.

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