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Insel-Bote

20. November 2017 | 13:05 Uhr

In Wyk : Poller nur an der Großen Straße

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Fußgängerzone soll probeweise abgesperrt werden – aber nur an einer Stelle. Stadtvertretung bewilligt Zuschuss für „Föhrer Impulse“.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2017 | 12:30 Uhr

Bei der Absperrung der Großen Straße durch Poller hat wieder einmal eine Probephase begonnen. Mit neun Ja-Stimmen und drei Enthaltungen sprach sich die Stadtvertretung dafür aus, zunächst für ein Jahr die Zufahrt zur Fußgängerzone nach Ende der Liefer- und Ladezeit, morgens ab 11 Uhr, durch Pfosten zu versperren. Poller soll es allerdings nur an der Zufahrt zur Großen Straße von der Badestraße aus geben, an den Einmündungen Süderstraße/Wilhelmstraße und Hafenstraße/Königstraße wird es für Autofahrer Schlupflöcher geben.

Desweiteren sollen der Fahrradverkehr den Lieferzeiten und die Beschilderung den rechtlichen Vorgaben angepasst werden. Mit dieser Entscheidung folgten die Wyker Stadtvertreter den Vorschlägen einer Arbeitsgruppe sowie des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen.

So ganz einhellig war die Begeisterung der Kommunalpolitiker über diese Regelung aber nicht. Für die Grünen kündigte ihr Sprecher, Till Müller, im Vorfeld zwar die Zustimmung seiner Fraktion an. Er machte aber auch deutlich, dass man sich eigentlich eine strengere Lösung gewünscht hätte.

Peter Schaper drückte für die SPD-Fraktion die Überzeugung aus, dass die Poller nichts bewirken, sondern eher noch weitere Probleme schaffen werden. Um dem Versuch nicht im Wege zu stehen, werde man sich enthalten. Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde die Neuregelung für Radfahrer bemängelt und Dirk Hartmann von den Grünen kritisierte, dass in der Arbeitsgruppe die Gewerbetreibenden überrepräsentiert gewesen seien. Diesem Vorwurf widersprach Lars Schmidt von der CDU. Er machte deutlich, dass viele der Gewerbetreibenden auch Anwohner seien. Otto-Eberhard Schaefer von der KG forderte, dass endlich eine Entscheidung getroffen werden müsse. „Eine Lösung, die alle glücklich macht, wird es nicht geben“, so seine Überzeugung.

Nicht glücklich mit den Bedingungen eines Zuschusses der Stadt für den Bau eines Pavillons im „Park an der Mühle“ zeigte sich in dieser Sitzung Hermann Hinsberger im Rahmen der Bürgerfragestunde. „Die Senkung des Unterhaltungszuschusses wird nicht funktionieren. Der Pavillon und der Park, der seit zwölf Jahren in einem Top-Zustand ist, dürfen nicht vermischt werden“.

Trotz dieses Einwandes sprachen sich die Stadtvertreter dafür aus, das Bauvorhaben im Park mit 110  000 Euro zu fördern und dafür den Beitrag für die Unterhaltung dauerhaft von 14  000 Euro auf 8000 Euro jährlich zu kürzen. Eine Entscheidung über den Zuschuss sei nötig, damit die Aktiv-Region Uthlande sich ebenfalls zu 50 Prozent an dem Projekt beteilige.

Zum Einwand Hinsbergers machte Bürgermeister Paul Raffelhüschen deutlich, dass im Vorwege mit Luc Maréchal vom Verein Föhrer Impulse über die Fördermittel gesprochen worden sei. Dabei habe Maréchal in Aussicht gestellt, dass man sich um zusätzliche Spenden bemühen werde, um die öffentlichen Zuschüsse senken zu können.

Ohne weitere Diskussion wurde der Vertrag über eine Kooperation der Klärwerke von Wyk und Utersum verabschiedet – auch ein komunalpolitisches Dauerthema. Diese Vereinbarung kann bereits auf eine längere Geschichte verweisen, wurde sie doch von Bürgermeistern der beiden Kommunen auf den Weg gebracht, die schon seit einiger Zeit verstorben sind.

Schließlich stand noch der Aufstellungsbeschluss für eine Änderung des Flächennutzungsplanes für einen Teilbereich im Wyker Gewerbegebiet auf der Tagesordnung. Er nahm ohne Debatte die „Zustimmungs-Hürde“.

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