Seit April vermisst : Polizei: Flüchtling auf Amrum möglicherweise getötet

Von dem 28-jährigen Mann aus dem Irak gibt es kein Lebenszeichen mehr. Er hat die Insel vermutlich nicht verlassen.

shz.de von
04. Oktober 2017, 13:55 Uhr

Flensburg | Die Polizei befürchtet, dass auf Amrum ein Flüchtling aus dem Irak getötet wurde. Die Mordkommission gehe von einem Tötungsdelikt aus, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung der Polizeidirektion Flensburg. Von dem 28-Jährigen, der seit fast zwei Jahren auf Amrum lebte, gebe es bereits seit Ende April dieses Jahres kein Lebenszeichen mehr. Die Kriminalpolizei habe zunächst keine Hinweise auf Straftaten und den Mann auch sonst nicht in einer gefährdeten Situation vermutet, hieß es weiter.

Die Polizei sei vielmehr davon ausgegangen, dass der Iraker mit zwei anderen jungen Männern unterwegs gewesen sei, die ebenfalls einige Wochen als vermisst galten. Diese hätten nach ihrer Rückkehr aber keine Angaben zum Aufenthaltsort des Vermissten machen können.

Mittlerweile gehen die Ermittler davon aus, dass der 28-Jährige die Insel nicht verlassen hat und befürchten, dass er einem Verbrechen zum Opfer fiel. Auf Amrum wurden umfangreiche Leichensuchmaßnahmen eingeleitet.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert