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In Wyk : Politiker stimmen für Poller auf Probe

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ausschuss für öffentliche Einrichtungen stimmte mehrheitlich für diese Empfehlung. Letzte Entscheidung fällt die Stadtvertretung am 18. Mai.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 12:30 Uhr

Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hat in seiner jüngsten Sitzung einen Strich unter die Diskussion um die Sperrung der Wyker Fußgängerzone gezogen. Das Gremium empfiehlt demnach, im Bereich Große Straße/Badestraße Poller aufzustellen. Die Entscheidung liegt nun bei der Stadtvertretung, die das Thema in ihrer nächsten Sitzung am 18. Mai auf der Tagesordnung hat.

Mit mehrheitlicher Zustimmung hatte der Ausschuss die Vorlage abgenickt. Die Mitglieder einigten sich auf eine Absperrzeit nach Beendigung des Liefer- und Ladeverkehrs ab 11 Uhr. Auch der Fahrradverkehr soll demnach nur bis 11 Uhr erlaubt sein. Vorschläge, die Zweiräder ganz aus der Füßgängerzone zu verbannen, fanden dagegen kein Gehör: Dieser „ganz neue Ansatz“, so Lars Schmidt (CDU), wurde allerdings mit Rücksicht auf die bereits gefassten Beschlüsse nicht weiter diskutiert.

Mittels welcher Technik die Poller die Straße außerhalb der Sperrzeit freigeben würden, wird noch geklärt werden müssen. Der Arbeitskreis aus Politik, Gewerbe und Anwohnern, der im April zur Neuordnung der Befahrensregelung gebildet worden war, soll aufrecht erhalten werden. Die Idee, nach einem Jahr Abpollerung ein Resümee zu ziehen und, falls man auf den falschen Dampfer gesetzt habe, den Kurs zu korrigieren, wurde positiv aufgenommen.

Überlegungen, die Große Straße erst ab dem Glockenturm abzupollern, warfen Bedenken auf, dass die Wilhelmstraße dann als Ventil frei sei. „Schließlich ist die Wilhelmstraße bereits jetzt sehr stark frequentiert“, gab Michael Lorenzen (Grüne) zu bedenken. Und in Anbetracht der dort ansässigen Grundschule und Stadtbücherei müsse eventuell zukünftig auch dort über eine Abpollerung nachgedacht werden.

Hintergrund: Die Wilhelmstraße soll auch weiterhin als Schlupfloch zur Verfügung stehen. Als Ausweichroute für Lkw und Lieferfahrzeuge ist die kleine Straße allerdings wenig geeignet. Der Verkehr würde unverhältnismäßig zunehmen, so die Befürchtung quer durch die Parteien, die in den vorherigen Diskussionen immer wieder geäußert worden war. Dadurch würde das Gefahrenpotenzial, das in der Großen Straße angemahnt wird, lediglich verlagert werden. Auch auf die künftige regelmäßige ungewollte Stadtrundfahrt der Kraftfahrer war immer wieder hingewiesen worden.

Ein weiteres Thema betraf die Kartbahn am Fehrstieg. Volker Stoffel (KG) war von Anwohnern angesprochen worden, die sich über den Lärm quietschender Reifen beschwert hatten. Seitens der Verwaltung soll nun geklärt werden, ob das Unternehmen eine Mittagspause einhalten muss.

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