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hoher besuch : Politiker bei den Inselkindern

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Seit mehr als einem Jahr befinden sich die „Inselkinder“ am Wyker Amselweg unter den Fittichen des Grenzfriedensbundes der Arbeitsgemeinschaft Deutsches Schleswig (ADS). Nun stellten die Verantwortlichen des ADS die Einrichtung vor.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2014 | 14:00 Uhr

Eigentlich befinden sich die „Inselkinder“ am Wyker Amselweg schon über ein Jahr unter den Fittichen des Grenzfriedensbundes der Arbeitsgemeinschaft Deutsches Schleswig (ADS). Da nun die Umstellungs- und Eingewöhnungsphase abgeschlossen ist, war es den Verantwortlichen des ADS ein besonderes Anliegen, die Einrichtung vorzustellen. Begrüßen konnte dazu der ADS-Geschäftsführer Peter Rodewald den Wyker Bürgermeister Paul Raffelhüschen. Vom Festland angereist waren auch Petra Nicolaisen, Vorstandsmitglied der Vereinigung und CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Flensburg-Land sowie ihre Parteikollegin Astrid Damerow, die den Kreis Nordfriesland im Landtag vertritt.

Peter Rodewald erinnerte daran, dass die „Inselkinder“ von einer Elterninitiative gegründet wurden, die diese Kindertagesstätte 20 Jahre lang mit großem Engagement betrieben haben. Schließlich habe die Initiative über den Paritätischen Wohlfahrtsverband nach einem neuen Träger gesucht. So sei der Kontakt zum ADS-Grenzfriedensbund entstanden, der in Flensburg, dem Kreis Schleswig-Flensburg und in Nordfriesland 30 Kindertagesstätten betreibt und im Rahmen seiner Jugendarbeit auch sechs Schullandheime, darunter Ban Horn in Norddorf, unterhält. Betreut werden bei den „Inselkindern“ zur Zeit von 7 bis 16 Uhr 26 Kinder in der Regelgruppe von drei bis sechs Jahren sowie in der Krippengruppe, die für Ein- bis Dreijährige eingerichtet ist. Des Weiteren gibt es auch noch eine Schulkindbetreuung.

Begeistert äußerten sich Peter Rodewald und seine Gäste nach einem Rundgang durch das Gebäude über das großzügige Platzangebot und das Außengelände. Dabei machten dann der Geschäftsführer sowie Gesa Görnissen, Referentin des ADS für Kindertagesstätten, darauf aufmerksam, dass das vergangene Jahr zur weiteren Qualifizierung der Kindertagesstätte und des Betreuer-Teams genutzt worden sei. Erst vor wenigen Wochen hätten alle ADS-Einrichtungen die „Lernerorientierte Qualitätstestierung in Kindertagesstätten“ erfolgreich abgeschlossen. Gerade für Sabine Maus, die Leiterin der Wyker „Inselkinder“ und ihre fünf Mitarbeiter stellte diese Qualifizierung auf Grund der Insellage eine besondere Herausforderung dar.

Sabine Maus, die bereits seit drei Jahren bei den „Inselkindern“ im Einsatz ist, erinnerte daran, dass die Sprachförderung ein ganz besonderes Anliegen ist. „Bei uns ist ein kulturelles Gemisch vertreten, das für Kindergärten auf Föhr eher eine Ausnahme darstellt. Viele Kinder haben bisher im Ausland gelebt oder haben einen Migrationshintergrund und stellen nun fest, dass sie eine ganz andere Sprache sprechen. Daneben ist es auch ein besonderes Anliegen des ADS-Grenzfriedensbundes, die Sprachen der Minderheiten zu fördern, und so haben sich die Föhrer „Inselkinder“ das Niederdeutsche auf die Fahne geschrieben.

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