föhr: heisse themen erörtert : Polit-Talk im Rahmen der Sommertour

Treffen mit dem SPD-Ortsverein: Dr. Gitta Trauernicht (2.v.l.) und Ralf Stegner (r.) mit Annemarie Linneweber (l.) sowie Brigitte und Joachim Wulf.
Treffen mit dem SPD-Ortsverein: Dr. Gitta Trauernicht (2.v.l.) und Ralf Stegner (r.) mit Annemarie Linneweber (l.) sowie Brigitte und Joachim Wulf.

Gitta Trauernicht und Ralf Stegner besuchten Föhr. Das Programm konnte sich sehen lassen: Gespräche über die touristische Entwicklung der Insel standen ebenso auf dem Programm wie ein Besuch im Föhr-Amrumer Krankenhaus.

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17. Juli 2014, 11:00 Uhr

„Gitta Trauernicht und Ralf Stegner sind mit offenen Ohren zu uns gekommen und haben unsere Anregungen und Wünsche aufgenommen.“ So das Fazit der Föhrer SPD-Vorsitzenden Annemarie Linneweber zum Abschluss des Inselbesuches des Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion und seiner Stellvertreterin.

Für beide Politiker, die zur Zeit auf Sommertour sind, war auf Föhr ein volles Programm vorbereitet worden, bei dem die Besucher Vor- und Nachteile eines Insellebens in vielen Varianten kennenlernen konnten. Den Auftakt bildete das Alkersumer Museum Kunst der Westküste, wo mit Vertretern des Amtes Föhr-Amrum und der Gemeinden unter anderem Fragen des Fremdenverkehrs erörtert wurden. Föhr habe als grüne Insel den Urlaubern viel zu bieten, so Ralf Stegner in einem Pressegespräch. Erleichtert zeigte sich der SPD-Landesvorsitzende, dass die insularen Kommunen wieder an einem Strang ziehen wollen. Es sei jetzt ein Kompromiss gefunden worden, mit dem alle leben können.

Ein besonderes Anliegen waren Trauernicht und Stegner auch die Bemühungen um bezahlbaren Wohnraum für Einheimische. Dabei verwiesen sie auf das Konzept des Innenministers, das nicht nur für Sylt gelte. Es sei auf Dauer nicht gut, wenn Reiche, die nur wenige Wochen im Jahr ihre Immobilien auf der Insel bewohnen, die Insulaner verdrängen.

Von der Frage des Wohnens ging es weiter zu der der Schule. Dieses Thema sei sehr intensiv diskutiert worden, so Stegner, gelte es doch, für alle die bestmöglichen Bildungschancen zu bieten. Bei der weiteren Entwicklung der Schule auf Föhr müsse größtes Augenmerk auf die Qualität gelegt werden, wobei es auch um Investitionen für das Gebäude gehe.

Nach dem Aufenthalt in Alkersum, wo beim Friisk Funk auch Fragen der Minderheiten diskutiert wurden, ging es per Drahtesel zum Wyker Krankenhaus, wo nicht nur die leitenden Ärzte, sondern auch der Verwaltungsleiter der nordfriesischen Krankenhäuser, Frank Pietrowski, auf die Besucher wartete. Beim Gespräch bekannten sich Trauernicht und Stegner eindeutig zur kommunalen Trägerschaft der Krankenhäuser und sie zeigten sich beeindruckt von der technischen Ausstattung des Hauses, die nicht zuletzt dem Förderverein zu verdanken sei. Ein besonderes Lob der Besucher galt auch dem Engagement der Mitarbeiter und der in Wyk praktizierten Verzahnung ambulanter und stationärer Behandlung. „Dies ist kein schlechtes Modell“, so Stegner.

Schließlich wurde die Problematik der Geburtshilfe ausführlich beraten, auch wenn dies kein Landes-, sondern ein Bundesthema ist. Nach Ansicht von Gitta Trauernicht kann es einfach nicht sein, dass eine Schwangere kurz vor der Niederkunft gezwungen ist, auf dem Festland Quartier zu beziehen. Als eine enorme Leistung bezeichneten die beiden SPD-Politiker die Tatsache, dass auf Föhr zwei Hebammen 365 Tage im Jahr Bereitschaftsdienst machen.

Da Stegner auch als SPD-Landesvorsitzender auf die Insel gekommen war, wollte er auch den Ortsverein treffen. Dies fand dann zum Abschluss des Tages beim Polittalk am Strand statt.

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