Fußgängerzone in Wyk : Plötzlich soll es schnell gehen

Tristesse pur: An eine einladende Flaniermeile erinnert in der Großen Straße wenig.
Tristesse pur: An eine einladende Flaniermeile erinnert in der Großen Straße wenig.

Jahrelang ist wenig passiert: Nun soll bereits im Herbst mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden.

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13. März 2018, 12:30 Uhr

Seit einigen Jahren steht die Sanierung der Fußgängerzone auf der Agenda der Stadt. Nun drückt der Wyker Bauausschuss aufs Tempo. Noch in diesem Herbst soll die Neugestaltung der Großen Straße als erster Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Ein sportliches Vorhaben, denn endgültige Pläne liegen noch nicht vor, Fördergelder sind noch nicht beantragt und schließlich werden auch Ausschreibungen und Vergabe noch einige Wochen dauern.

Dennoch wollen Wyks Politiker Gas geben, sollen die Pläne am Montag, 26. März, in einer Einwohnerversammlung der Öffentlichkeit präsentiert werden (19 Uhr, Kurgartensaal). Hier können Anregungen, Ideen oder Änderungswünsche vorgebracht werden. Darauf einigte sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung, wo mit dem Landschaftsarchitekten Dr. Jörn Wagner die weitere Vorgehensweise beraten wurde. Der hatte vor neun Jahren den Ideenwettbewerb „Grenzenloses Stadterleben“ gewonnen und seine Pläne dem Gremium in der Vergangenheit häufiger vorgestellt. Viel Neues hatte Wagner allerdings nicht im Gepäck, dessen Präsentation sich im Wesentlichen von den vorherigen dadurch unterschied, dass sie auf aktuellen Vermessungsdaten basierte.

Der Landschaftsarchitekt führte noch einmal altbekannte Fakten auf. Den Wunsch des Ausschusses etwa, eine Gestaltung zu finden, die den Verkehrsfluss bremst. Dies soll durch eine einheitliche Fläche, die nicht wie eine Straße aussieht, erreicht werden. Wagner empfahl einen Belag mit unterschiedlichen Ocker-, Grau- und Anthrazit-Farbtönen, der sich in den Gehwegbereichen leicht unterscheidet, als Fläche betrachtet aber als ein Farbbild darstellt. So werde der Bereich als Fußgängerzone und nicht als Straße wahrgenommen. Zudem sind an einigen Stellen Graniteinfassungen als Sitzgelegenheiten geplant, die teilweise bis an den Fahrbereich heranreichen sollen. Eine optische Verjüngung, die den Verkehrsfluss zusätzlich bremsen könnte. Darüber hinaus sind in unregelmäßigen Abständen Baumscheiben vorgesehen. Mal ebenerdig, mit Stahlbändern oder Granitborden eingefasst, und mal in Graniteinfassung mit Sitzgelegenheiten. Die Abflussrinne in der Großen Straße empfahl Wagner mittig zu führen; aus Kostengründen und dem Gefälle geschuldet. Eine Guss-Rinne könnte es sein, in die in regelmäßigen Abständen Lichtspots eingelassen werden können. „Biike-Stelen und Intarsien könnten zusätzlich für optische Effekte sorgen“, so Wagner.

Mit Betonsteinen, einer mittigen Guss-Rinne, Stelen, Intarsien und Beleuchtung soll nun weiter geplant werden, entschied das Gremium einstimmig. Einzelheiten, die Jörn Wagner in die Pläne einarbeiten wird, die dann auf der Internetseite des Amtes Föhr-Amrum zum Download bereitstehen sollen (www.amt-foehr-amrum.de). Alternativ können sich Interessierte auch an das Bauamt wenden.

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