Sozialwohnungen in Wyk : Pläne werden konkret

In rund drei Jahren könnten die ersten Mieter einziehen.
In rund drei Jahren könnten die ersten Mieter einziehen.

Bedarf ist da: In zwei Gebäuden am Kortdeelsweg könnten insgesamt 16 bis 17 Wohnungen nach bisheriger Schätzung im Jahr 2021 bezugsfertig sein.

shz.de von
27. August 2018, 18:30 Uhr

Die Planungen für den Bau von Sozialwohnungen am Kortdeelsweg werden konkret. Im städtischen Liegenschaftsbetrieb geht man davon aus, dass bis Ende dieses Monats Kostenberechnungen etwa für die bauliche Konstruktion, Abwasser, Heizung- und Sanitärarbeiten sowie Stromversorgung vorliegen. „Dann können wir den Finanzierungsrahmen verbindlich überblicken und prüfen, ob die Pläne den strengen Vorschriften für den sozialen Wohnungsbau genügen“, beschreibt Werksleiter Christian Stemmer den Fahrplan für die kommenden Monate. Die Stadt plant derzeit zwei Gebäude mit insgesamt 16 bis 17 Wohnungen in verschiedenen Größen für zwei bis vier Personen. „Auf diese Weise möchte auch die Stadt einen Beitrag zum bezahlbaren Wohnraum leisten“, sagt Wyks Bürgermeister Uli Hess.

Bei Sozialwohnungen werden sozial schwächere Bürger bei den Mieten vom Staat unterstützt, die Quadratmeterpreise sind begrenzt. Um auch auf Föhr Druck aus dem Wohnungsmarkt zu nehmen, plant die Stadt bereits seit Längerem den Bau solcher Wohnungen in dem Neubaugebiet. Im Frühjahr 2017 wurde schließlich ein Wettbewerb unter Föhrer Architekten gestartet; hier hatte sich das Konzept vom Büro Grotheer-Architekten durchgesetzt. Nun laufen die Planungen für die Fördermittelanträge, nach bisheriger Schätzung könnten die Wohnungen im Jahr 2021 bezugsfertig sein, heißt es in einer Pressemitteilung des Bürgermeisters. Der Bedarf auf Föhr sei da, weshalb Uli Hess das Projekt so schnell wie möglich umsetzen will. „Mit dem Angebot solcher Wohnungen können wir hoffentlich auf der ganzen Insel ein bisschen Abhilfe schaffen, auch für Fachkräfte, die vom Festland kommen wollen.“

Dass es möglichst nicht bei diesen beiden Gebäuden bleiben soll, ergänzt Christian Stemmer: „Eine Fortsetzung mit weiteren Häusern ist denkbar, der Platz ist vorhanden.“ Für solche Projekte könnte sich Hess auch eine Wohnungsbaugenossenschaft nach Vorbild des Mehrgenerationenhauses in der Wyker Strandstraße vorstellen, „da hätte der Mieter dann auch ein Mitspracherecht.“ Parallel möchte der Bürgermeister auch die Bewirtschaftung der neu entstehenden und bestehenden städtischen Liegenschaften eindeutig regeln. „Es muss sich jemand um den Winterdienst oder die Müllabfuhr kümmern. Bisher ist das Aufgabe des Liegenschaftsbetriebes, wir müssen sehen, ob der das in Zukunft noch stemmen kann. Das bräuchte dann auch Kapazitäten.“ Auch eine Abgabe an ein externes Unternehmen oder die Gründung einer städtischen Wohnungswirtschaft sei möglich: „Das müssen wir jetzt politisch diskutieren“, so Hess.

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